Alles antioxidant oder was? Was es mit oxidativem Stress auf sich hat

Marie Hopf

Project Manager
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Was haben Antioxidantien, oxidativer Stress und Ihr Stoffwechsel gemeinsam? Genau – sie können Einfluss auf Ihre Gesundheit, Ihre Produktivität bei der Arbeit und Ihr Wohlbefinden haben. Oxidativer Stress entsteht tagtäglich im Körper und begünstigt die Entstehung diverser Krankheiten. Zu den Ursachen von oxidativem Stress gehören starkes Sonnenlicht, psychischer und physischer Stress aber auch Schlafmangel und andere Umwelteinflüsse. Die gute Nachricht ist jedoch: Sie können leicht etwas gegen diese Art von Stress tun! Wie oxidativer Stress entsteht, was Sie genau dagegen tun können und was Antioxidantien damit zu tun haben, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist oxidativer Stress?

Oxidativer Stress entsteht, wenn sich im Körper ein zu hohes Maß an sogenannten reactive oxygen species (ROS) ansammelt. Diese enthalten freie Radikale, die wiederum toxisch auf z. B. Zellen oder Proteine wirken und deren Funktionsweise beeinträchtigen. ROS entstehen durch körpereigene Prozesse – bspw. im Zuge einer Entzündung, bei intensivem Sport oder mentalem Stress – oder werden durch Umweltbedingungen, wie intensiver Sonnenbestrahlung oder Alkohol hervorgerufen. In geringen Mengen unterstützen ROS den Organismus zwar (z. B. bei der Immunabwehr), steigt die Konzentration jedoch über einen kritischen Wert, begünstigen sie die Entstehung von Krankheiten (z. B. Krebs, Herzinsuffizienz oder auch Alzheimer) und sind maßgeblich für den Alterungsprozess des Körpers verantwortlich. Laut D’Angelo und Rosa (2020) gibt es kaum eine Krankheit bei deren Entstehung ROS keine Rolle spielen. Der Entstehung von ROS ist somit ein normaler Prozess des Körpers, dem nicht gänzlich vorgebeugt werden kann. Wird jedoch der Überschuss an ROS reduziert und damit der oxidativen Stress, hilft dies präventiv gegen diverse Erkrankungen und Alterungsprozesse. Aber was können Sie nun tun, um Ihren Körper vor freien Radikalen zu schützen?

Finden Sie ein Gleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien

Hier kommen die sogenannten Antioxidantien ins Spiel: Diese sind Gegenspieler der freien Radikale, die in ROS enthalten sind und puffern deren schädliche Wirkung ab. Es gibt sowohl endogene, also körpereigene Antioxidantien als auch exogene, körperfremde. Letztere lassen sich hauptsächlich über die Nahrung aufnehmen. Beispiele hierfür sind Vitamin E oder Flavonoide, die in Kernen und pflanzlichen Ölen enthalten sind. Ein weiteres Beispiel ist Vitamin C. Dieses findet sich in Zitrusfrüchten, Paprika, Petersilie, Spinat oder Tomaten. Weitere antioxidativ wirkende Mineralstoffe und Vitamine sind Zink, Selen und Vitamin B12. Der Konsum von Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien sind, können oxidativen Stress also verhindern bzw. abmildern und beugen so der Entstehung von Krankheiten vor. Eine Liste mit Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien sind, finden Sie beispielsweise hier.

Genauso wichtig wie die Ernährung ist aber auch unser Lebensstil. So trägt regelmäßiger Sport – am besten an der frischen Luft – und ausreichend Schlaf und Erholung dazu bei, unseren Körper bei der Neutralisierung von freien Radikalen zu unterstützen. Gerade, wenn Sie des Öfteren emotionalen Stress (z. B. durch die Arbeit) empfinden, können Entspannungsübungen dabei helfen, den emotionalen Stress und den dadurch entstehenden oxidativen Stress zu verringern.

Ist oxidativer Stress gleich herkömmlicher Stress?

Die Antwort lautet nein. Oxidativer Stress hat somit also nichts mit der herkömmlichen Stressreaktion des Körpers zu tun, sondern ist ein normaler Zellstoffwechselvorgang im Körper, bei dem Abfallprodukte entstehen, die unsere Zellen schädigen, Krankheiten begünstigen und Alterungsprozesse beschleunigen. Eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft und genug Schlaf und Erholung bieten eine effektive Möglichkeit, den Körper bei der Neutralisierung freier Radikale und der Zellerneuerung zu unterstützen.

Die gesundheitsfördernden Maßnahmen in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), wie bspw. Vorträge zu Bewegung oder Ernährung, sind also auch in Bezug auf oxidativen Stress eine sinnvolle Maßnahme zur Aufklärung von Beschäftigten hinsichtlich gesundheitsförderlichem Verhalten.

Quellen:

  • D’Angelo, S., & Rosa, R. (2020). Oxidative stress and sport performance. Sport Science, 13(Suppl 1), 18-22.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung. (2018). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin C [Web Log Eintrag]. Abgerufen am 26.05.2021 von https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vitamin-c/?L=0
  • Finaud, J., Lac, G., & Filaire, E. (2006). Oxidative stress. Sports medicine, 36(4), 327-358.
  • Norddeutscher Rundfunk. (2017). Obst und Gemüse mit viel Antioxidantien [Web Log Eintrag]. Abgerufen am 26.05.2021 von https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Obst-und-Gemuese-mit-viel-Antioxidantien,ernaehrung520.html
  • Pizzino, G., Irrera, N., Cucinotta, M., Pallio, G., Mannino, F., Arcoraci, V., Squadrito, F., Altavilla, D., & Bitto, A. (2017). Oxidative Stress: Harms and Benefits for Human Health. Oxidative medicine and cellular longevity, 2017, 8416763. https://doi.org/10.1155/2017/8416763

 

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