Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

25
Juni 2019

10 Tipps für einen erholsamen Schlaf bei Hitze

Ja, wir Deutschen sind nicht unbedingt gemacht für die Hitze. Vielen von uns machen die hohen Temperaturen besonders nachts zu schaffen und rauben uns wortwörtlich den Schlaf. Und tatsächlich: In aufgeheizten Schlafzimmern fällt das Einschlafen oft besonders schwer.

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) schlafen 40 Prozent der Deutschen aufgrund eines falschen Raumklimas schlecht. „Das liegt daran, dass der Körper ein sehr geringes Temperaturfenster hat, in dem er sich wohlfühlt und die Stoffwechselprozesse gut funktionieren“, sagt Dr. Fabian Krapf, Schlafexperte und wissenschaftlicher Leiter des IFBG.

„Was mit dem Körper in der Sauna innerhalb von zehn bis 15 Minuten passiert, spielt sich in einem überhitzten Schlafzimmer mit 36 Grad oder mehr quasi in Zeitlupe ab: Man schwitzt, das Herz beginnt schneller zu schlagen, die Gefäße weiten sich und das Blut wird in Richtung Hautoberfläche transportiert", so Krapf.

Die perfekte Schlafzimmer-Temperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad. Der Experte des IFBG empfiehlt daher, tagsüber die Jalousien herunterzulassen und die Fenster geschlossen zu halten. Lüften sollte man entweder ganz früh am Morgen oder eben spät am Abend bzw. während der Nacht. 

Wir verraten Ihnen einige Tipps, wie Sie trotz Sommerhitze einen erholsamen Schlaf finden können:

  1. Warmduscher: Statt einer kühlen Dusche vor dem Schlafen lieber eine lauwarme nehmen. Die kalte Dusche führt zu späterem Schwitzen. Die passive Wärme lässt uns tiefer schlafen.
  2. Warme Getränke: Das kühle Erfrischungsgetränk scheint intuitiv die richtige Wahl zu sein, muss aber vom Körper erst erwärmt werden. Das dauert und strengt an. Heißgetränke hingegen lassen uns zu sehr schwitzen. Flüssigkeit, die der Raumtemperatur entspricht, kann helfen, denn sie steht dem Körper rasch als „Kühlmittel“ zur Verfügung. 
  3. Leichter Stoff: Kleidung und Bettwäsche aus Leinen oder dünner Baumwolle können Schweiß besser aufnehmen. Sie sind durchlässiger und angenehmer als Plastikfasern.
  4. Stoßlüften: Um die Raumtemperatur zu drosseln, sollten Sie tagsüber die Jalousien geschlossen halten und morgens und abends stoßlüften.
  5. Achtung! Kälte trotz Hitze: Durchzug und Ventilatoren kühlen die Luft ab. Das kann aber, vor allem wenn man schwitzt, zu Unterkühlung führen.
  6. Geduld haben: Wer absolut nicht schlafen kann, sollte das Bett verlassen und im gedimmten Licht etwas Monotones tun (z. B. lesen). Wenn Sie richtig müde sind, geht es zurück ins Bett.
  7. Selbsterfrischung: Nach der Dusche nicht komplett abtrocknen. So kann die Verdunstungskälte ausgenutzt werden.
  8. Bettenwechsel: Wer die Möglichkeit dazu hat, kann einen kühleren Raum zum Schlafplatz machen, z. B. einen Balkon oder ein Zimmer auf der sonnenabgewandten Seite der Wohnung.
  9. Gut betucht: Vor dem Schlafengehen kalte und nasse Tücher aufzuhängen, kühlt die Luft. Aber nur bei offenem Fenster, damit die feuchte Luft dann entweichen kann. Hohe Luftfeuchtigkeit stört beim Schlafen. Trockene Luft kann Schweiß besser aufnehmen.
  10. Tiefgefroren: Falls gar nichts mehr geht, die Bettwäsche oder Kleidung vor dem Schlafen in die Kühltruhe legen (oder in einen kühlen Raum hängen).

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Schlaf!

Interessieren Sie sich generell für das Thema Schlaf und wie es in Unternehmen umgesetzt werden kann? Hier gelangen Sie zu unserer Informationsseite.

Tags: Schlaf und Erholung