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16
April 2020

3 Tipps, wie Sie es schaffen, gelassen mit Veränderungen umzugehen

Veränderungen im Arbeitsalltag ereilen uns inzwischen beinahe täglich. Dabei haben die Veränderungssituationen oft ganz unterschiedliche Ausmaße. Ob ein Kollege das geplante Telefonat absagt, wir uns plötzlich auf die Arbeit aus dem Home-Office einstellen müssen oder erneut eine Umstrukturierung ansteht – der Umgang mit Veränderungen steht heutzutage inoffiziell mit im Arbeitsvertrag. Und dennoch: Mit dem stetigen Wandel gelassen umzugehen, ist leichter gesagt als getan. Glücklicherweise kann jeder mit ein bisschen Geduld und Bereitschaft hier etwas für sich tun. Mit den folgenden Tipps sorgen Sie für mehr Gelassenheit in Veränderungssituationen.

Tipp 1: Finden Sie das Positive in der anstehenden Veränderung und denken Sie möglichst oft daran.

In Veränderungssituationen halten wir unsere eigene Anpassungsfähigkeit häufig selbst in Grenzen, indem unsere negativen Gedanken Überhand gewinnen. Der erste Schritt ist es, diese hinderlichen in hilfreiche Gedanken zu verwandeln. Helfen kann Ihnen hierbei die Methode der kognitiven Umstrukturierung. Dabei notieren Sie alle negativen Gedanken, die Ihnen z. B. zu einer Veränderungssituation in den Sinn kommen, auf der linken Seite eines Blattes. Rechts daneben formulieren Sie jeden einzelnen Satz dann in einen weniger pessimistischen, aber auch zutreffenden Gedanken um. So kann aus dem Gedanken „Wer hat sich denn schon wieder so etwas Sinnloses ausgedacht!?“ ein Gedanke entstehen, der Ihnen weniger wertvolle Kraft raubt, beispielsweise „Auch wenn es mir im Moment nicht so vorkommt: In jedem Wandel liegt eine Chance – und ich werde sie auch diesmal nutzen!“

Tipp 2: Machen Sie sich klar, in welcher Phase des Veränderungsprozesses Sie sich gerade befinden und nehmen Sie Ihre daraus resultierenden Bedürfnisse ernst.

Veränderungsprozesse lassen sich in verschiedene Phasen aufgliedern, in denen wir unterschiedliche emotionale Reaktionen durchlaufen – und entsprechend unterschiedliche Bedürfnisse haben. Während wir in der Phase der Ankündigung einer unfreiwilligen Veränderung vor allem ein erhöhtes Sicherheits- und Stabilitätsbedürfnis haben, geht es in der Phase der inneren Abwehr vor allem darum, den eigenen Stress zu reduzieren, indem wir den anstehenden Wandel möglichst bald akzeptieren. Befinden wir uns in der Phase der Trauer, brauchen wir Rituale, mithilfe derer wir die Vergangenheit besser loslassen können. Und wenn das gelungen ist und man voller Tatendrang in die Zukunft blickt, gilt es vor allem, sich nicht zu überfordern und sich in kleinen Schritten an die neue Situation zu gewöhnen.

Tipp 3: Helfen Sie sich mit verhaltenstherapeutischen Techniken selbst.

Auf unserem mitunter steinigen Weg hin zu einem gelasseneren Umgang mit Veränderungen können wir uns also selbst ebnen, indem wir achtsam mit uns umgehen und versuchen, unsere eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Wenn Sie dennoch immer wieder negative Gedankenschleifen quälen sollten, probieren Sie es doch einmal mit der Gedanken-Stopp-Methode: Sagen Sie innerlich laut „STOP!“ und stellen Sie sich dann möglichst genau und mit allen Sinnen ein Stopp-Schild vor Ihrem inneren Auge vor. Wenn Ihnen das gelungen ist, schenken Sie sich noch einen Moment der Entspannung, der ganz nach Ihrem Geschmack ist: Imaginieren Sie Ihr ganz persönliches Ruhebild, also einen Ort, an dem Sie sich rundum wohl fühlen. Auch hier gilt: Je genauer und intensiver Sie sich die Szene vorstellen, desto besser. 

Wir hoffen, unsere Tipps unterstützen Sie in einer Arbeitswelt voller „Changes“ bzw. „Chances“. Mehr Tipps und Tricks und weitere Informationen erhalten Sie u. a. in unserem Webinar zum Thema „Gelassen und souverän mit Veränderungen umgehen“. Bei Fragen zu weiteren Inhalten oder zum Thema Stress und Digitale Balance wenden Sie sich gerne an Dipl.-Psych. Julia Kröll.

Tags: Home-Office, Verhaltenskompetenz, Umgang mit Veränderungen, Stressmanagement, Stressbewältigung, Stress und Digitale Balance