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Aus den Aktivitäten des IFBG

07
Januar 2018

AOK Nordost informiert Beschäftigte über das Thema Schlaf

Schlafen muss jeder – und das weiß jeder! Doch wie wichtig ausreichender und erholsamer Schlaf tatsächlich für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit ist, vernachlässigen immer noch viele – und das, obwohl wir etwa ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen verbringen. Die Investition in gesunden Schlaf lohnt sich. An der Umsetzung scheint es oftmals daran zu scheitern, dass die wenigstens wissen, was man bei Schlafproblemen wirklich tun kann.

Schlaf und Erholung immer präsenter  

Auch im betrieblichen Kontext lässt sich ein stark wachsendes Interesse am Thema beobachten. Das bestätigen auch aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen wie die Zukunftsstudie „whatsnext – Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“ des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), der Techniker Krankenkasse (TK) und der Haufe Gruppe.

Da das Thema Schlaf noch nicht lange offen diskutiert und oftmals nur mit Schichtarbeit in Verbindung gebracht wird, ist es bei einigen Unternehmen trotz der Wichtigkeit noch nicht fest ins BGM integriert. Auch die zum Teil unzureichenden Rahmenbedingungen in den Unternehmen machen die Umsetzung schwer. Doch trotz der erschwerten Bedingungen erkennen immer mehr Unternehmen das Potenzial, das in einer grundsätzlichen Optimierung des Schlafverhaltens ihrer Beschäftigten steckt. Denn ein gestörter Schlaf hat einen direkten Einfluss auf das Leistungsvermögen und auf das Wohlbefinden von Erwerbstätigen.

Interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema  

Auch die AOK Nordost hat nun ihre Beschäftigten für das wichtige Thema sensibilisiert und unterstützt sie im Hinblick auf einen besseren Schlaf. Hierfür holte sich die Krankenkasse Unterstützung vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) und lud den Schlafexperten des IFBG, Dr. Utz Niklas Walter, im Dezember 2017 nach Berlin ein. In zwei interaktiven Workshops von je 2,5 Stunden lieferte Walter den Beschäftigten und Führungskräften der AOK-Nordost wertvolle Tipps zum Thema Schlaf und klärte sie gezielt auf.

Im Vordergrund der Workshops stand die Entwicklung von Strategien zur Verbesserung des eigenen Schlafverhaltens, die weit über die klassischen Tipps der Schlafhygiene hinausgehen und auch verhaltenstherapeutische Techniken miteinbeziehen. Dazu zählen etwa Maßnahmen wie der Gedankenstopp, das Ruhebild oder der Grübelstuhl. Auch psychologische Techniken wie das Entkatastrophisieren oder die Schlafrestriktion können Personen mit Schlafstörungen helfen, besser ein- bzw. durchzuschlafen.

Mit Powernap gegen das Mittagstief

Überdies ging Utz Niklas Walter während des Workshops auch auf die Bedeutung von Schlafpausen im Arbeitsalltag ein, denn in den Nachmittagsstunden lässt die Leistungsfähigkeit bekanntlich nach. Gönnt man sich zu dieser Zeit eine Schlafpause, kann das positive Effekte haben. Gesichert sind positive Auswirkungen vor allem auf die geistige Leistungsfähigkeit sowie die Grundgestimmtheit. Allerdings sollten Schlafpausen nicht länger als 15 Minuten dauern – wohlgemerkt ab dem Zeitpunkt des tatsächlichen Einschlafens. Das heißt, dass Schlafpausen auch während der Arbeitszeit in richtiger Dosierung leistungsfördernd sein können. 15 Minuten, die also gut investiert sind.

Wenn auch Sie mehr über innovative Maßnahmen im Bereich Schlaf und Erholung erfahren möchten, dann können Sie sich jederzeit per E-Mail (info(at)ifbg.eu) oder über das Kontaktformular mit uns in Verbindung setzen. Wir melden uns gerne bei Ihnen.

Tags: Schlaf und Erholung, Vorträge