Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

15
Mai 2015

„auf! Sendepause“ – die aufsuchende Gesundheitsförderung beim SWR

Mit Gesundheitsmaßnahmen möglichst viele Beschäftigte erreichen – der SWR hat im Rahmen seines betrieblichen Gesundheitsmanagements mit dem Pilotprojekt „auf! Sendepause“ ein deutliches Signal in diese Richtung gesetzt. Von Januar bis Mai 2015 führte der Rundfunksender mit Unterstützung des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) eine innovative Maßnahme im Studio Karlsruhe durch - Basis dafür ist die aufsuchende Gesundheitsförderung. Ziel war es, ein Aktivierungstraining so in den Tagesverlauf der Beschäftigten zu integrieren, dass vom Hausmeister bis zur Redakteurin möglichst viele SWR-Beschäftigte daran teilnehmen konnten.

Aufsuchende Gesundheitsförderung mit moderatem Kurztraining

In Zusammenarbeit mit dem IFBG wurde ein moderates Kurztraining entwickelt. Dieses fand zweimal pro Woche für eine Dauer von jeweils 20 Minuten statt. Dabei wurde auf die spezifische Zeitstruktur des SWR eingegangen, um den Studiobeschäftigten in Karlsruhe die bestmöglichen Optionen zur Teilnahme zu garantieren. Das Kurztraining selbst führten Trainerinnen & Trainer mit sportwissenschaftlichem Hintergrund durch, die im Hinblick auf die Zielgruppe speziell geschult wurden. Dabei handelte es sich um Trainingseinheiten, die eine Stärkung der Rumpfmuskulatur (Rücken, Nacken, Schulter) ermöglicht. Die Evaluation erfolgte durch die Wissenschaftler des IFBGs. Damit kann zum Einen die Qualität der Trainingsinhalte sowie der Organisation geprüft werden (Prozessevaluation) und zum Anderen die Wirksamkeit der Maßnahmen an sich (Ergebnisevaluation).

Positive Auswirkungen auf die Rückenbeschwerden

Anfang Juni 2015 wurden die Ergebnisse des Pilotprojekts beim SWR am Hauptstandort in Stuttgart vorgestellt. Die zentralen Erkenntnisse der Prozess- und Ergebnisevaluation belegen, dass sich bei den Teilnehmern des Trainings die Sportmotivation erhöht hat. Zudem zeigten sich positive Veränderungen bei den Rückenbeschwerden. Bei den Schmerzen und Einschränkungen im Schulter- und Nackenbereich war keine statistisch bedeutsame Abnahme festzustellen. Mit dieser Erkenntnis ist es dem IFBG möglich, die Trainingsinhalte spezifisch anzupassen und den Fokus bei der Fortsetzung des Gesundheitsförderungsprogramms „auf! Sendepause“ auf diese Körperregionen zu legen. Eine dauerhafte Fortsetzung des Projekts wurde von 87% der Teilnehmer ausdrücklich gewünscht.

Mehr zu dem Konzept der aufsuchenden Gesundheitsförderung finden Sie hier.

Tags: Gesundheitsexpress, Aufsuchende Gesundheitsförderung