Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

20
Juli 2015

"Bürohund" – ausgelassener und produktiver durch Kollege Hund?

Tatsächlich sind laut einer Befragung des Jobvermittlers Monster (2015) 50% von 760 befragten Beschäftigten der Meinung, dass sich Tiere am Arbeitsplatz positiv auf das Arbeitsklima auswirken. Eine Studie der Virginia Commonwealth University aus dem Jahr 2012 kommt darüber hinaus zu dem Schluss, dass Hunde am Arbeitsplatz eine höhere Zufriedenheit auslösen können – auch bei den Kolleginnen und Kollegen. Eine mögliche Erklärung: Sie regen am Arbeitsplatz zur Kommunikation an. Zudem sind Spaziergänge unumgänglich, was sich wiederum positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken kann – ganz im Sinne des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Deutscher Tierschutzbund und Bundesverband Bürohund überzeugt

Mit der Aktion „Kollege Hund“ des Deutschen Tierschutzbundes wird die Annahme, dass Hunde gut für die Arbeitszufriedenheit und das Wohlbefinden seien, unterstrichen. Am 26. Juni 2014 beteiligten sich über 1.000 Unternehmen in Deutschland an dieser Aktion. Das Feedback war positiv, und die steigende Zahl der teilnehmenden Betriebe lässt darauf schließen, dass die Akzeptanz gegenüber der Idee "Bürohund" ebenfalls zunimmt.

Trotz einiger Fakten, die für einen Vierbeiner am Arbeitsplatz sprechen, hat das Zusammenführen von Mensch und Tier noch nicht Einzug in den Unternehmensalltag gefunden. Dies liegt u. a. daran, dass eben auch ein Großteil der Beschäftigten (47%) negativ gegenüber Bürohunden eingestellt ist (Monster, 2015). Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Ist das Tier aggressiv, laut, nicht stubenrein oder hat ein Kollege eine Tierhaarallergie, so kann das Arbeitsklima auch darunter leiden. Zudem gibt es in Deutschland keinen rechtlichen Anspruch darauf, sein Haustier mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Bislang muss der Arbeitgeber um Erlaubnis gefragt werden, sonst können Abmahnungen die Folge sein.

Der Bundesverband Bürohund empfiehlt in diesem Kontext eine Policy für Unternehmen,  die ausdrücklich vorsieht, dass nur saubere, friedliche und gut erzogene Hunde mit ins Büro genommen werden dürfen. Hiermit zerstreuen sie gleichzeitig die Ängste einiger Beschäftigter, die bereits an das Schlimmste glauben: „Heute Hund, morgen Maus.“

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