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27
Mai 2020

Das „Anti-Schlaf-Virus“ oder: wie die Corona-Pandemie unser Schlafverhalten beeinflusst

Schlafverhalten. Aufwachen, Durchschlafen

Das Corona-Virus hat sich – genau wie es sich für ein neuartiges Virus gehört – in unserem Alltag und unseren Gedanken eingenistet. Von unseren Alltagsbeschäftigungen verlagern sich immer mehr in den häuslichen Privatbereich, oft wird inzwischen auch von Zuhause aus, im Home-Office, gearbeitet. Das Abschalten gestaltet sich immer schwieriger. Hier trägt auch die Berichterstattung ihren Teil dazu bei. Ob gewollt oder nicht, die ständige Berichterstattung zu Corona-Themen begleitet uns rund um die Uhr – oft auch bis in den Abend hinein und unabhängig davon, ob wir arbeiten oder gerade Freizeit haben. Da stellt sich die Frage: hat all das auch Auswirkungen auf unseren Schlaf? Verändert die Corona-Krise unser aller Schlafverhalten? 

Die „Corona-Schlafmuster“

Zieht man die gesammelten Daten der Schlaftracking-App „Sleep Cycle“ heran, so lassen sich zwei „Corona-Schlafmuster“ recht klar erkennen. Muster Nummer eins betrifft die Aufwachzeit an Werktagen. Die Zeit zu der wir uns morgens aus dem Bett rollen hat sich seit der Corona-Krise – im Vergleich zu den Messzeiten der Vorjahre ­– um 20 Minuten nach hinten verschoben. Erklärt werden kann dies durch die Verschiebung der Arbeitsstätte, der Weg zum Büro entfällt und die Arbeit kann im Home-Office direkt begonnen werden. Seit den strengeren Restriktionen lassen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter bei entsprechenden strukturellen Möglichkeiten von Zuhause aus arbeiten. Ein Großteil dieser Beschäftigten nutzt diese paar extra Minuten durch den Wegfall des Arbeitsweges und steht später auf. Nun sollte es logischerweise so sein, dass die Menschen länger schlafen als vor der Krise. Leider weit gefehlt! Die durchschnittliche Schlafdauer hat sich laut den Daten von „Sleep Cycle“ im Durchschnitt um eine halbe Stunde verringert. Auch hier kann geschlussfolgert werden, woher dieses Muster stammt. Da am nächsten Morgen später aufgestanden werden kann ist es ein Leichtes, dem Trugschluss zu erliegen, mehr Zeit am Abend zu haben. Dann wird doch noch eine Haushaltsaufgabe mehr erledigt, doch noch ein Film angesehen und auf einmal ist es viel später am Abend, als die übliche Zubettgehzeit. Zu den veränderten Gewohnheiten kommen außerdem mögliche Sorgen hinzu, die von dem Virus ausgelöst werden. In neusten Online-Befragungen gibt es Hinweise darauf, dass seit Beginn der Krise im Durchschnitt mehr und unruhiger geträumt wird. Ängste und innere Anspannungen führen zu einem Schlaf mit mehr Wachphasen, was zudem Albträume begünstigt.

Bringt Corona uns um den Schlaf?

Heißt das zusammengefasst: „Corona bringt uns um unseren Schlaf.“? Diese Frage muss etwas ausführlicher beantwortet werden. Generell hat das Virus an sich keinen Einfluss auf unser Schlafverhalten. Es geht mehr darum, dass sich unser gewohnter (Arbeits-)Alltag und somit unser gewohnter Schlafrhythmus etwas verändert. Die Umstände, die die aktuelle Ausnahmesituation mit sich bringt, sind ungewohnt und neu. Genau das verhindert möglicherweise einen ruhigen Schlaf und eine Regelmäßigkeit im Schlafverhalten. Es kann also gesagt werden, dass nicht das Virus an sich, sondern die globale Krise, die sich auch in unserem Alltag bemerkbar macht, zu einer schlechteren Schlafqualität führen. Wirklich belastend sind schlussendlich die Auswirkungen, die Schlafstörungen mit sich bringen können. Betroffen sind nämlich nicht nur unsere psychische Gesundheit, sondern auch unser Immunsystem.

Digitale Balance – „Abschalten“ und gut schlafen

Da unser Körper und unser Geist von gutem Schlaf profitieren, möchten wir Ihnen zum Schluss noch ein paar Tipps mitgeben, die Sie beim Abschalten unterstützen. Ganz nach dem Stichwort „Digitale Balance“ hilft es, eine Stunde vor dem Schlafengehen das Smartphone auszuschalten. So können sich störende Nachrichten gar nicht erst im Kopf festsetzen und das Thema „Corona-Krise“ erhält keinen Einzug ins Schlafzimmer. Wenn es Ihnen dennoch schwerfällt die Tagesereignisse hinter sich zu lassen und gut im „Schlafmodus“ anzukommen, dann sind Schlafrituale hilfreich. Nehmen Sie sich, bevor Sie zu Bett gehen, etwas Zeit zum Meditieren, nehmen Sie ein heißes Bad, oder nutzen Sie das Anziehen des Schlafanzuges um das Tagesgeschehen gedanklich „abzulegen“. Achten Sie gut auf sich, Ihren Schlaf und somit Ihre Gesundheit! Und falls Sie zwischendurch ein bisschen positive Berichterstattung gebrauchen können, dann helfen Ihnen hier sicher unsere Great News!

Übrigens: das Thema „Digital Balance“ können Sie in Ihrem Unternehmen auch mit Hilfe unserer Webinare, Video-Chats und Co. einbringen. Schauen Sie sich unsere Angebote dazu gern direkt auf unserer Themenseite an.

Tags: gesunder Schlaf, Schlaf und Erholung, Digitale Balance