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16
März 2019

Das IFBG gibt Tipps zum Umgang mit Pendelstress

Das Thema „Mobilität“ spielt als Grundpfeiler unserer Wirtschaftsordnung eine zentrale Rolle in der Arbeitswelt. Mit der stetigen Zunahme von Arbeitskonzentrationen in Ballungsgebieten wachsen zunehmend die Entfernungsradien, die Geschwindigkeit und die Flexibilität, mit der sich Erwerbstätige in der heutigen Arbeitswelt bewegen. So gehört das Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsstätte bereits als fester Bestandteil zum Alltag vieler Beschäftigter. Die häufige Folge ist Stress bei den pendelnden Personen. Damit es nicht so weit kommt, geben wir Ihnen praktische Hinweise und nützliche Tipps im Umgang mit Stress, der durch tägliches Pendeln induziert wird:

  • Greifen Sie, wenn möglich, zum Fahrrad oder legen Sie eine Strecke des Pendelweges zu Fuß an der frischen Luft zurück (z. B. den Weg der öffentlichen Verkehrsmittel). Oder parken Sie ein wenig entfernt vom Unternehmen und laufen Sie den Rest zu Fuß.
  • Bilden Sie Fahrgemeinschaften, denn durch angenehme Gesprächsatmosphären lassen sich stressige Fahrsituationen abmildern und das Stresslevel senken. Dies ist nicht nur für Autopendler, sondern auch für Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, möglich – hier vielleicht einfach mal das Smartphone beiseitelegen und ein nettes Gespräch mit dem Herren/der Dame gegenüber beginnen.
  • Nutzen Sie die Stau- und Wartezeiten, um bewusste Atem- und Muskelentspannungsübungen zu praktizieren. Autogenes Training lässt sich – mit etwas Übung – auch im Zug oder Bus durchführen und kann belebend und entspannend wirken.
  • Nutzen Sie die Pendelzeit, um Ihre Lieblingsmusik oder Lieblingshörbücher zu hören. Wer seinen Horizont erweitern will, sollte sich mit Podcasts beschäftigen. Zu fast jedem Thema gibt es inzwischen hoch interessante und qualitativ gute Angebote. Für die mobile Weiterbildung eine klare Empfehlung.
  • Pendelzeit kann auch eine produktive, den Geist erweiternde Zeit sein. Wenn Sie Ihren Arbeitsweg sinnvoll nutzen wollen, können Sie beispielsweise zu Papier und Stift greifen und die Aufgaben des Tages ordnen und planen. Der Heimweg eignet sich auch oft hervorragend, um den zurückliegenden Tag Revue passieren zu lassen und abzuschließen. Alternativ gibt es Fernstudien, die man auf seinem Pendelweg bestreiten kann. Fernstudenten können bei vielen Bildungsträgern die E-Learning-Inhalte auf Tablet oder Smartphone konsumieren. Nutzen Sie diese Option, falls sie nicht für zusätzlichen bei Ihnen Stress sorgt.
  • Bringen Sie Abwechslung in Ihren Pendelalltag, indem Sie immer mal wieder einen anderen Weg zur Arbeit nutzen. Sofern Ihnen Gleitzeit möglich ist, kann es schon für Abwechslung sorgen, mal eine Stunde früher oder später von Zuhause zur Arbeit aufzubrechen. So lässt sich ggf. auch die Rush-Hour vermeiden.
  • Für Autofahrer bietet sich ein ergonomisches Sitzkissen an, denn Nacken- und Rückschmerzen können durch bereits kleine Veränderungen der Sitzhaltung vorgebeugt werden. Für Zugfahrer bietet sich ein Nackenkissen an, um beim Dösen oder Powernap Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich zu vermeiden. Wichtig: Bitte aber nur ein Schläfchen nach Feierabend halten, wenn Sie keine nächtlichen Einschlaf- oder Durchschlafprobleme haben. Sonst fehlt der nötige Schlafdruck am späten Abend, um schnell in den Schlaf zu finden.
  • Stress führt häufig zu Verspannungen im Kieferbereich. Packen Sie sich eine Packung Kaugummis ein, denn bewusstes Kauen kann diese Verspannungen lösen und entspannend wirken.


Die Techniker Krankenkasse (TK) hat sich dieses wichtigen Themas auch angenommen und ein umfassendes Dossier dazu veröffentlicht. Im Blickpunkt stand dabei die Datenanalyse und aktuelle Studienlage zum Thema „Mobilität in der Arbeitswelt“. Hannah Christina Tendyck und Prof. Dr. Filip Mess vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) steuerten hierzu das umfangreiche Literatur-Review bei. Im Fokus standen dabei Studien, die einen Zusammenhang zwischen Pendelmobilität bzw. mobiler Telearbeit und Gesundheit aufzeigen. Hier können Sie das Dossier herunterladen.

Tags: Achtsamkeit, Arbeitsplatznähe, Bewegung, Pendeln, Arbeitsplatz, Stressmanagement, Stressbewältigung