Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

17
Januar 2016

Der „Gesundheitslotse“ als Ergonomie- und Gesundheitscoach bei Rauch Möbelwerke

Seit über 115 Jahren steht der Name Rauch für Möbel mit hohen Qualitätsstandards „Made in Germany“. Der Hersteller von Schlafzimmer- und Stauraumlösungen bietet seinen Kunden ausschließlich hochwertige unbedenkliche Materialien, gute Verarbeitung, modernes Design, Funktionalität und Langlebigkeit - und das zu bezahlbaren Preisen. Dabei spielt der verantwortungsvolle Blick auf Umwelt und Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Rauch verfolgt konsequent das Ziel, ökologisch und sozial nachhaltige Möbel zu produzieren und wurde unter anderem dafür in 2014 als „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen mittlerer Größe“ ausgezeichnet. Durch seine Aktivitäten im Bereich Soziales ist der Hersteller ein attraktiver Arbeitgeber in der Region Main-Tauber und leistet einen positiven Beitrag zur zukunftsfähigen Entwicklung der Gesellschaft an den Standorten.

Das jüngste Bespiel für die zahlreichen, umgesetzten Aktivitäten im Bereich Gesundheitsmanagement ist die Zusammenarbeit mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) – ein Zusammenschluss von Experten der Universitäten Konstanz, München (TU) und Karlsruhe (KIT). Von September bis Dezember 2015 wurde gemeinsam mit dem IFBG die aufsuchende Gesundheitsförderungsmaßnahme „Gesundheitslotse“ in der Produktion durchgeführt.

Individuelle Trainingssequenzen zur Entspannung und Mobilisation

An dieser Maßnahme nahmen 24 Beschäftigte der Rauch Möbelwerke teil, die während ihres beruflichen Alltags hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind und aufgrund gleichbleibender Arbeitsanforderungen unter neuromuskulären Dysbalancen leiden. Die Mitarbeiter/Innen wurden wöchentlich direkt am Arbeitsplatz und im laufenden Schichtbetrieb von einem IFBG-Trainer aufgesucht, um gemeinsam individuell ausgerichtete Übungen durchzuführen und hinsichtlich ergonomischer Aspekte beraten zu werden. In etwa zehnminütigen Trainingseinheiten ging der qualifizierte Coach auf jeden Einzelnen und dessen Beschwerden im Sinne eines „Gesundheitslotsen“ ein. Der Fokus lag während der gesamten Trainingseinheiten vor allem auf der Stärkung der Rumpfmuskulatur. Darüber hinaus wurden Aufmerksamkeits- und Koordinationsübungen sowie Mobilisations- und Entspannungssequenzen durchgeführt. Ziel der Gesundheitsförderungsmaßnahme war es, das individuelle Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu fördern, sodass die Beschäftigten, auch über die kurzen Trainingseinheiten hinaus, die sportlichen und körperlichen Aktivitäten weiter fortsetzen können.

Reduktion von Beschwerden und erfolgreiche Integration in den Arbeitsalltag

Die Effekte und die Akzeptanz der Maßnahme während des dreimonatigen Pilotzeitraums wurden von den Experten des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung wissenschaftlich überprüft und im Januar 2016 präsentiert. Dabei zeigte sich, dass die Motivation an Sport- und Bewegungsangeboten teilzunehmen, signifikant anstieg. Trotz des nur geringen Trainingsumfangs von etwa zehn Minuten pro Woche nahmen die Beschwerden in besonders belasteten Körperregionen tendenziell leicht ab, die individuelle Achtsamkeit für die eigene Gesundheit sowie Bewegung erfuhr eine positive Veränderung. Nahezu alle Teilnehmer/Innen lobten die personelle Betreuung und Kommunikation der Trainer. Letztlich ließ sich das erklärte Ziel des Projekts „Gesundheitslotse“, die Übungen in den persönlichen Alltag zu integrieren, weitestgehend erreichen: 91,6% aller Teilnehmer/Innen bauten mindestens einmal pro Woche die Trainingseinheiten in ihren Tagesablauf ein. Eine Mitarbeiterin fasste ihre Teilnahme am Programm demgemäß zusammen: „Das Training war äußerst hilfreich. Meine Beschwerden sind so gut wie weg.“

Dieses positive Ergebnis über den Pilotzeitraum der Gesundheitsförderungsmaßnahme ist hoch erfreulich und wird vom Unternehmen Rauch genutzt, um über die Fortführung des Projekts „Gesundheitslotse“ zu entscheiden.

Tags: Gesundheitslotse, Aufsuchende Gesundheitsförderung