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08
Mai 2020

Die 8 besten Tipps zum Virtuellen Führen

Digitale Führung, Virtuelle Führung

Virtuelle Führung bedarf mehr als nur der richtigen Technologie – mit der innerbetrieblichen Kommunikation steht und fällt die Zusammenarbeit im Unternehmen. Das heißt, eine gute virtuelle Führung bedeutet vor allem eine gute Kommunikation. Wir, das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), arbeiten und leben bereits seit der Gründung an unterschiedlichen Orten. Das Team ist rund um die IFBG-Standorte Konstanz und Eckernförde verteilt, dazu gehören auch München und St. Petersburg. Trotz dieser geographischen Distanzen zwischeneinander fungieren wir als Team und stellen Projekte in Teamarbeit auf die Beine.

Allerdings ist für viele Betriebe eine räumliche Distanz und die damit verbundene virtuelle Führung (engl. digital leadership) Neuland. Unterschiedliche Herausforderungen für Vorgesetzte und Beschäftigte werden sichtbar, die es in der analogen Arbeitswelt mit digitalen Anteilen bislang nicht gab. Damit auch Ihnen die Führung aus der Ferne gelingt, haben wir für Sie die 8 besten Tipps und Tricks zusammengefasst, die uns als IFBG helfen, virtuell zu führen und das Team zu koordinieren.

1. Viele Kommunikationswege führen zum Ziel

Ein Face-to-Face-Meeting ist nicht immer das beste Kommunikationstool, da es sehr zeitaufwändig und umfangreich ist. Je nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sollten Sie die passende Kommunikation auswählen: E-Mail, Anruf, Sprachnachricht (max. 30 Sekunden), kurze Textnachricht, Meeting- oder Messengerprogramme. Priorisieren Sie Ihr Anliegen und wählen Sie den für Ihren Anlass passenden und ressourcenschonenden Kommunikationsweg aus.

2. Bleiben Sie aktuell

Führen Sie virtuelle Dailys und/oder wöchentliche Jours Fixes durch, um das Team und sich selbst auf dem neuesten Stand zu halten. In diesem Zuge können Aufgaben effizient verteilt werden und Mitarbeitende können nach Unterstützung bei bestimmten Aufgaben fragen sowie ihre Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen anbieten.

3. Bleiben Sie positiv

Achten Sie darauf, dass Ihre Formulierungen gegenüber Ihren Beschäftigten positiv sind. Geben Sie Ihnen regelmäßiges, kurzes, positives und konstruktiv kritisches Feedback und fordern Sie dieses auch für sich ein. Positive Formulierungen sind deutlich überzeugender und stärken die Motivation Ihrer Beschäftigten.

4. Schaffen Sie eine Fehlerkultur

Aus Fehlern lernt man bekanntlich. Reiten Sie also nicht auf den Fehlern Ihrer Beschäftigten herum. Fehler sind menschlich und können passieren. Gerade bei virtueller Führung ist es wichtig, dass Fehler verziehen werden und ein Feedbackgespräch mit den Beschäftigten gesucht wird. Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Beschäftigten ist die räumliche Führungsdistanz eine herausfordernde Situation.

5. Aufgaben verteilen, aber bitte mit System

Verteilen Sie Aufgaben sinnvoll und systematisch. Nur weil einer Ihrer Mitarbeitenden freie Kapazitäten hat, ist die Aufgabe nicht pauschal für diese Person geeignet. Nutzen Sie für die Aufgabenverteilung ein betriebsinternes Auslastungsbarometer. Die Mitarbeitenden können selbstständig ihre Auslastung angeben, bei freien Kapazitäten ihre Unterstützung anbieten und bei einer hohen Auslastung um Unterstützung bitten. Dies führt dazu, dass keiner Ihrer Beschäftigten überfordert (Risiko des Burn-outs) oder unterfordert (Risiko des Bore-outs) ist.

6. Vertrauen Sie Ihren Beschäftigten

Geben Sie ein gewisses Maß Ihrer Kontrolle ab, aber halten Sie Ihre Führungsqualität hoch. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen bestmöglichen arbeitsorganisatorischen Rahmen zur Verfügung, so dass diese sich selbstständig untereinander vernetzen können. Sie müssen nicht jeden Arbeitsschritt kontrollieren – vertrauen Sie Ihren Beschäftigten.

7. Struktur trotz räumlicher Distanz

Schaffen Sie innerbetriebliche Transparenz und legen Sie individuelle Zeiten fest, in denen Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichbar sein möchten. Nur weil Sie räumlich distanziert sind, heißt es nicht, dass Sie Tag und Nacht erreichbar sein müssen. Für eine optimale Kommunikation im Team kann jedes Teammitglied das bevorzugte Kommunikationsmittel und die eigenen Arbeitszeiten in einem internen Online-Dokument angeben.

8. Fehlerhafte Interpretation

Wir hören, sehen und lesen oft nur das, was wir wollen, wodurch wir einen Hang zu Fehlinterpretationen haben. Missverständnisse sind so vorprogrammiert. Vermeiden Sie eigene Verzerrungen, indem Sie bei Ihrem Gegenüber nochmals genau nachfragen oder sich die Meinung eines Dritten einholen.

Falls wir Sie bei Ihrer Führungskräftearbeit unterstützen können, melden Sie sich gerne direkt bei unserer Expertin Laura Hüning. Und hier können Sie zusätzlich unsere Online-Angebote einsehen.

Tags: Arbeitsplatz, Digitalisierung, Führung, Gesunde Führung, Motivation, Personal, Selbstführung, ständige Erreichbarkeit, Stress und Digitale Balance