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Aus den Aktivitäten des IFBG

27
Mai 2019

Drei gute Gründe, sich gerade jetzt mit dem Thema Digitale Balance zu beschäftigen

Die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt geht mit einer Reihe von Veränderungen einher, die für Unternehmen und Mitarbeitende mit vielen Vorteilen verbunden sein können. Dazu gehört die immer enger werdende Vernetzung von Mensch und Maschine (z. B. durch Assistenzsysteme, Exoskelette, 3D-Druck) und damit zusammenhängend ein Wandel in der Arbeitsorganisation vieler Unternehmen. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien helfen uns außerdem dabei, im Alltag effizienter zu arbeiten und eröffnen die Möglichkeit einer ortsunabhängigen, virtuellen Zusammenarbeit.

Grundlage für diese Entwicklung ist die immer verbreitetere Nutzung digitaler Endgeräte wie PCs, Smartphones und Tablets. Diese sind heute nicht nur fester Bestandteil von Arbeitsplätzen, sondern werden von Beschäftigten auch im privaten Umfeld oftmals exzessiv genutzt. Dabei sind sich viele Beschäftigte der gesundheitlichen Risiken ihres Nutzungsverhaltens nicht bewusst.

Wir möchten Ihnen aufzeigen, warum Sie sich genau jetzt mit dem Thema Digitale Balance beschäftigen sollten.

1. Exzessive Mediennutzung privat und im Beruf 

Noch nie wurden digitale Medien so häufig und intensiv genutzt wie heute.Wenn Beschäftigte nicht durch gezielte Entspannung oder digitale Freizeit für „Digitale Balance“ sorgen, kann digitaler Stress entstehen. Dieser Stress kann zu einer subjektiven Zunahme der Arbeitsbelastung führen1) und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig beeinträchtigen2)

Indem Sie Ihre Beschäftigten z. B. im Rahmen eines innovativen Erlebnis-Parcours über die Bedeutung „Digitaler Balance“ aufklären, können Sie die genannten Gesundheitsrisiken erkennen und in Ihrem eigenen Alltag beheben. Durch den Parcours erhalten Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur eine Reihe wertvoller Tipps zum gesunden Umgang mit digitalen Medien. Sie haben auch die Möglichkeit durch eine systematische Analyse und Zielsetzung Ihr eigenes Nutzungsverhalten zu hinterfragen und ggf. erste Änderungen angehen. Somit bekommen Ihre Beschäftigten die entscheidenden Werkzeuge an die Hand, um selbstbestimmt dafür sorgen zu können langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.

2. Widerstände gegen Digitalisierung

Im Zuge von digitalen Veränderungsprozessen zeigen sich in Unternehmen immer wieder Widerstände, welche häufig mit vorherrschenden Vorbehalten und Ängsten zusammenhängen (z. B. vor zusätzlicher Arbeit und technischer Überforderung). Diese können durch Transparenz und Partizipation aller Betroffenen minimiert werden.

Wenn Sie „Digitale Balance“ – gerade während Digitalisierungsprozessen – zum Thema machen, zeigen Sie, dass Sie die Bedenken Ihrer Beschäftigten ernst nehmen und können diese ggf. in Ihrer weiteren strategischen Planung berücksichtigen. Weiterhin unterstreichen Sie hierdurch Ihr Interesse an der Zufriedenheit und Gesundheit Ihrer Beschäftigten trotz notwendiger Veränderungen, was sich positiv auf die Veränderungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken kann. 

3. Wandel im Führungsverständnis

Durch die Anforderungen der „VUKA-Welt"3) und den zunehmenden Wunsch von Beschäftigten nach mobiler Telearbeit4) sind Führungskräfte heutzutage mit völlig anderen Aufgaben konfrontiert als noch vor einigen Jahren: Führung wird zunehmend digital und virtuell, entwickelt sich weg von Autorität, hin zu mehr Vertrauen und Augenhöhe5), und erfordert Agilität sowie synergetische (Team-)Führung anstatt der starren Führung Einzelner. Dabei tragen Führungskräfte weiterhin die Verantwortung für die Leistung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für gesunde Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeitszeiten im Homeoffice), auch wenn sie diese heute weniger denn je unter Kontrolle haben (können). 

Indem Sie „Digitale Balance“ im Rahmen eines bitBalance-Workshops zum Team-Thema machen, unterstützen Sie die Führungskräfte Ihres Unternehmens dabei, gesunde Führung auch in der digitalen Welt leben und umsetzen zu können. Die Ausbildung unternehmensinterner bitBalance-Lotsen kann darüber hinaus dazu beitragen, Ihre Beschäftigten nachhaltig für „Digitale Balance“ zu sensibilisieren. 

Möchten Sie mehr über das aktuelle Thema Digitale Balance erfahren? Wenden Sie sich gerne an Julia Kröll oder laden Sie sich hier unsere aktuellen Angeboten herunter.

1)vgl. Holler (2017). DGB-Index Gute Arbeit: Verbreitung, Folgen und Gestaltungsaspekte der Digitalisierung in der Arbeitswelt.

2) vgl. Gimpel et al. (2018). Digitaler Stress in Deutschland. Eine Befragung von Erwerbstätigen zu Belastung und Beanspruchung durch Arbeit mit digitalen Technologien.

3) Akronym, welches die besonderen Herausforderungen moderner Arbeit und Unternehmensführung beschriebt:  Volatilität/Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität/Mehrdeutigkeit.

4)vgl. Literatur-Review Mobilität in der Arbeitswelt (IFBG & TK, 2018).

5) vgl. Weber et al. (2018). Die Notwendigkeit von Führung in einer digitalisierten Arbeitswelt – eine Netnografie. baua: Fokus.  

Tags: bitBalance, Digitalisierung, Digitale Balance, Dienst-Smartphone, Gesunde Führung, Führung, ständige Erreichbarkeit, Stressmanagement