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Aus den Aktivitäten des IFBG

14
September 2016

Gesundheitslotse an Bord: BGM bei Takeda auf dem Weg zu neuen Ufern

Als Pharmakonzern hat das Unternehmen Takeda mit Hauptsitz in Berlin und den Standorten in Oranienburg, Singen und Konstanz schon vor Jahren ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement etabliert. Im Fokus stehen seitdem auch originelle Gesundheitslösungen für die Beschäftigten, die dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren und wertvolle Lebensqualität zu gewinnen.

Gesundheitsexpress – motivierendes Kurztraining in der Gruppe

Ein aktuelles Bespiel für eine dieser innovativen Aktivitäten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist der nun startende Gesundheitsexpress. In Kooperation mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) – einer Ausgründung von Experten der Universitäten Konstanz, München (TU) und Karlsruhe (KIT) – wird dieser von Oktober 2016 bis März 2017 am Standort Singen zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme aus dem Bereich der aufsuchenden Gesundheitsförderung, bei der ein qualifizierter Trainer einmal pro Woche direkt zu den Beschäftigten an die Arbeitsplätze kommt, um dort in Kleingruppen ein modernes Ganz-Körper-Training durchzuführen. Die Dauer eines solchen Trainings beträgt etwa 15 Minuten. Die Besonderheit: Das Ganze findet während der Arbeitszeit statt. Die Zielgruppe des Gesundheitsexpress bei Takeda am Standort Singen sind Beschäftigte aus dem Lagerbereich. Für die Beschäftigten der Produktion wurde ein anderer aufsuchender Ansatz gewählt: der Gesundheitslotse.

Gesundheitslotse – persönliche Einzelbetreuung am Arbeitsplatz

Insgesamt 20 Produktionsbeschäftigte, die während ihres beruflichen Alltags hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt und aufgrund gleichbleibender Arbeitsanforderungen anfällig für neuromuskuläre Dysbalancen sind, werden in den kommenden Monaten regelmäßig vom Gesundheitslotsen aufgesucht. Im Anschluss an eine Anamnese werden gemeinsame Ziele sowie individuelle Übungen festgelegt. Auch hinsichtlich ergonomischer Aspekte werden die Produktionsbeschäftigten in wöchentlichen Sequenzen (bis zu 10 Minuten) beraten. Ziel des Projekts Gesundheitslotse ist es auch, das individuelle Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu fördern, so dass die Beschäftigten über die kurzen Trainingseinheiten hinaus aktiver werden. Interessanter Nebenaspekt: Die Einzelbetreuung durch den Gesundheitslotsen findet im sog. Reinraum statt – also unter Berücksichtigung höchster Hygienevorschriften.

Trainingsdurchführung und Evaluation durch IFBG

Alle aufsuchenden Kurzeinheiten werden von speziell ausgebildeten Trainern des IFBG durchgeführt, die zudem ein sportwissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen haben. Dies soll gewährleisten, dass Takeda das Training als steuerbegünstigte Maßnahme anerkannt bekommt. Die Effekte und die Akzeptanz der beiden aufsuchenden Konzepte werden während des fünfmonatigen Pilotzeitraums von den Experten des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung wissenschaftlich überprüft und nach Projektende präsentiert. Dieser Ansatz hat sich bereits bei anderen aufsuchenden Projekten bewährt (u. a. L’Oréal, MTU, SWR). Danach wird entschieden, ob der Gesundheitsexpress und der Gesundheitslotse an Deck bleiben oder ob sie über Bord gehen.

Haben Sie Interesse am Konzept der aufsuchenden Gesundheitsförderung? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@ifbg.eu oder verwenden Sie unser Kontaktformular.

Tags: Aufsuchende Gesundheitsförderung, Erfolgsmessungen, Gesundheitsexpress, Gesundheitslotse