Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

18
Oktober 2017

Große BGM-Bedarfsanalyse bei enercity (Stadtwerke Hannover) gestartet

enercity zählt zu den zehn größten Stromversorgern in Deutschland und bietet in der Region Hannover über 700.000 Menschen „positive Energie“ – so vermittelt es der Slogan des Unternehmens. Dauerhafter Erfolg lässt sich nur mit einer gesunden Belegschaft sicherstellen, weswegen bei enercity ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eine besonders wichtige Rolle spielt. Um sein BGM innovativ und wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln, arbeitet das Unternehmen seit dem Sommer 2017 mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), einer Ausgründung von Gesundheitsexperten der Universitäten Konstanz, München (TU) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), zusammen. Übergeordnetes Ziel der Kooperation ist die weitere Verbesserung der Gesundheitssituation aller rund 2.500 Beschäftigten.

Wissenschaftlich fundierte Mitarbeiterbefragung

Um dieses Ziel zu erreichen, führen enercity und die Wissenschaftler des IFBG eine gesundheitsbezogene Bedarfsanalyse durch, die Anfang September 2017 mit einer Laufzeit von drei Wochen ins Feld gegangen ist. Anhand dieser sollen konkrete Handlungsfelder für die nächsten Monate und Jahre identifiziert werden. Als Verfahren der Bedarfsermittlung haben sich die Verantwortlichen für eine onlinegestützte Gesundheitsbefragung entschieden, die insbesondere Fragen zu den psychosozialen Anforderungen beinhaltet. Als zentrales Befragungsinstrument wird der Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) zum Einsatz kommen – ergänzt durch weitere wissenschaftlich sinnvolle Skalen.

Ergebnisreport mit Handlungsempfehlungen

Die Experten des IFBG stellen die im Rahmen der Befragung zu Tage getretenen Erkenntnisse bei einer Ergebnispräsentation vor und fertigen zudem einen detaillierten Ergebnisreport an. Dieser informiert die Unternehmensverantwortlichen darüber, wie es um die psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen innerhalb der Organisation bestellt ist. Aber auch auf den Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten sowie die Wünsche der Beschäftigten geht der Ergebnisreport ein. Des Weiteren werden konkrete Handlungsempfehlungen formuliert.

Individueller Gesundheitsbericht auch für die Beschäftigten

Auch die Beschäftigten von enercity profitieren unmittelbar von der Gesundheitsbefragung: Auf der Grundlage ihrer anonymisierten Angaben erhalten sie eine individuelle Rückmeldung zu ihrem Gesundheitsverhalten (z. B. Schlaf, Ernährung, Bewegung) und zu ihrem Gesundheitszustand (z. B. körperliche Beschwerden). Dies geschieht in Form eines persönlichen Health-Reports. Dabei handelt es sich um einen ausführlichen Gesundheitsbericht, der jedem einzelnen Beschäftigten mit Hilfe eines Ampelsystems verdeutlicht, wie er im Vergleich zu seinen Arbeitskolleginnen und -kollegen sowie der deutschen Erwerbsbevölkerung abschneidet und auf welche Weise er sein Aktivitäts-, Schlaf- oder Ernährungsverhalten optimieren kann. Zudem werden darin auch konkrete Gesundheitstipps gegeben.

Mehr zur Gestaltung und dem Nutzen des Health-Reports erfahren Sie hier. Zudem wurde er u. a. im Rahmen der Analyseprojekte bei Logocos, Interflex und dem Regierungspräsidium Stuttgart für die Beschäftigten erstellt.

Tags: Gesundheitsanalysen, Health Report