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Aus den Aktivitäten des IFBG

15
Juni 2015

iga.Report 29 – Führung und psychosoziale Gesundheit

Die Zahlen stimmen nachdenklich. Laut BKK Gesundheitsreport 2013 hat sich der Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage durch psychische Belastungen im Jahr 2012 auf 14,7% erhöht – das entspricht einer Verdoppelung seit dem Jahr 2000. Dieser Anstieg könnte zwar auch auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heutzutage offener mit psychosozialen Erkrankungen umgehen. Viele Forscher gehen aber davon aus, dass auch verstärkte Arbeitsanforderungen, geringer persönlicher Entscheidungsspielraum oder mangelhafte soziale Unterstützung zu einer Zunahme der Arbeitsunfähigkeitstage durch psychische Belastungen führen. Auch eine ständige Erreichbarkeit, durch die die Grenzen zwischen Arbeitsleben und Freizeit immer mehr verschwimmen, kann sich negativ auf die psychosoziale Gesundheit auswirken.

Führungskräfte sind wichtiger Einflussfaktor bei psychosozialer Gesundheit

Was all diese Aspekte verdeutlichen: Führungskräfte können die psychosoziale und somatische Gesundheit ihrer Beschäftigten mittelbar und unmittelbar beeinflussen. Dies unterstreicht auch die Initiative Gesundheit & Arbeit (iga) im aktuellen iga-Report 29, der sich fundiert mit dem Themenfeld „Führung und psychosoziale Gesundheit“ auseinandersetzt.

Der iga-Report 29 nennt auch Möglichkeiten, wie Unternehmen die psychischen Belastungen im Sinne ihrer Beschäftigten reduzieren können. So sind etwa eine gute Arbeitsplatzgestaltung oder ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wichtige Faktoren. Eine effektive gesundheitsorientierte Unternehmenskultur wird jedoch in erster Linie geprägt durch eine aktive Unterstützungsarbeit der Führungskräfte und die damit verbundene Motivation der Beschäftigten. Bieten Chefs ihren Angestellten mehr Handlungsspielraum oder stehen ihnen anderweitig unterstützend zur Seite, fördert dies das Wohlbefinden der Beschäftigten und beugt psychischen Erkrankungen vor. Eine gute Führung beeinflusst hierbei jedoch nicht nur die Mitarbeitermotivation, sondern kann in der Folge auch zu einer höheren Produktivität führen – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, wie der iga-Report 29 verdeutlicht.

Unter folgender Adresse steht der iga-Report 29 kostenfrei zum Download bereit: www.iga-info.de/veroeffentlichungen/iga-reporte/iga-report-29.html

Tags: iga.Report, Führung