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Aus den Aktivitäten des IFBG

27
März 2018

Männergesundheit als Zukunftsthema der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Diese aus wissenschaftlicher Sicht unhaltbare Behauptung ist sicherlich den meisten von uns bekannt. Insbesondere Jungen sollen mit solchen Weisheiten – wie Herbert Grönemeyer es ausgedrückt hat – „auf Mann geeicht“ werden. Das bleibt natürlich nicht ohne Konsequenzen: Denn neben biologischen Geschlechterunterschieden sind es auch erlernte Denkmuster, die das Gesundheitsverhalten von Männern prägen und dadurch mitverantwortlich für die häufig schwächere Gesundheit des „starken Geschlechts“ sind. 

Wie steht es um die Gesundheit der Männer?

Männliche Heranwachsende und Männer verhalten sich in der Regel gesundheitsriskanter. Das heißt sie konsumieren mehr Alkohol und Tabak, ernähren sich ungünstiger, üben häufiger gefährliche oder verschleißende Berufe aus und gefährden sich überdies im Straßenverkehr durch ihr risikoreicheres Verhalten. Zwar sind männliche Jugendliche und Männer in leicht höherem Maße körperlich aktiv, was allerdings aufgrund der häufigeren Ausübung gesundheitsgefährdender Sportarten nicht per se als gesundheitsförderlich bezeichnet werden sollte. Entsprechend sind sie häufiger von Unfällen betroffen und fallen überdies öfter und auch früher schweren Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebsleiden anheim. Zu allem Überfluss gehen Männer auch noch seltener zum Arzt und nutzen Präventionsangebote sowie Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in geringerem Maße. Letzte Konsequenz dieser unterschiedlichen Verhaltensmuster: Die Lebenserwartung der Männer liegt etwa 5 Jahre unter der der Frauen. 

Diese kurze Standortbestimmung verdeutlicht bereits, dass in Bezug auf eine geschlechtergerechte Prävention und Gesundheitsförderung dringender Handlungsbedarf herrscht. Doch was kann die BGF hier leisten?

Vom Aktivitätsverhalten bis zur Zahnvorsorge

Ein erfolgversprechender Weg, Männer für die Themen Gesundheit und Gesundheitsförderung zu gewinnen und zu begeistern, beginnt oft mit einer Sensibilisierung. Wichtig hierbei ist, männlichen Beschäftigten aufzuzeigen, dass die eigene Gesundheit kein mit dem Geschlecht verbundenes Schicksal ist, sondern sich auf vielfältige Art und Weise positiv beeinflussen lässt. Diese Sensibilisierung kann bspw. über Vorträge und Workshops erfolgen. Darin kann z. B. vermittelt werden, wie es aktuell um die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten von Jungen und Männern bestellt ist – vom Aktivitätsverhalten bis zur Zahnvorsorge.

Einen anderen geeigneten Zugang, Männer zu erreichen, liefert bspw. die digitale BGF. Maßnahmen wie etwa Schrittzähleraktionen oder andere Team-Challenges, bei denen sich Beschäftigte mit Kolleginnen und Kollegen messen, kommen bei männlichen Beschäftigten erfahrungsgemäß sehr gut an. Vor allem deshalb, weil hier der Wettkampfaspekt in den Vordergrund und der gesundheitliche Nutzen in den Hintergrund tritt. 

Wenn Sie Fragen zum weiten Themenfeld Männergesundheit haben, können Sie uns jederzeit per E-Mail kontaktieren. Gerne berät Sie unser Experte Dr. Fabian Krapf, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um Ihre männlichen Beschäftigten in Bezug auf deren Gesundheit besser zu unterstützen.

Tags: Männergesundheit, digitale BGF