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14
April 2020

Psychische Gefährdungsbeurteilung als Workshop bei der Bezirksärztekammer Südwürttemberg durchgeführt

Assessment-Workshop-Format

Neben der Erfassung von Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz mittels einer schriftlichen (Online-)Befragung können auch interaktive Workshop-Formate eingesetzt werden. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist dies eine interessante Option. Diese sogenannten Assessment-Workshops werden vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung angeboten. Sie erfüllen selbstverständlich gleichermaßen die gesetzlichen Anforderungen an eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz.

Bei der Erfassung von Belastungen und Beanspruchungen durch einen Workshop werden entweder alle Beschäftigten oder ein repräsentativer Anteil der Beschäftigten aus einem bestimmten Tätigkeitsbereich ausgewählt, um über Belastungen bei der Arbeit zu sprechen und mögliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Assessment- oder Follow-Up-Workshop? Auf die Situation kommt es an!

Die Workshops können entweder in Form eines Assessment-Workshops durchgeführt werden, d. h. sie treten an die Stelle einer Befragung, zum Beispiel im Rahmen einer psychischen Gefährdungsbeurteilung oder BGM-Bedarfsanalyse. Alternativ kann auch ein Follow-Up-Workshop im Anschluss an eine Befragung durchgeführt werden. Hier können dann die durch die Befragung identifizierten Handlungsfelder weiter vertieft werden.

Workshop als kommunikative Alternative

Nachdem sie die drei wichtigsten Handlungsfelder bereits im Vorfeld ermittelt hatten, entschieden sich die Verantwortlichen der Bezirksärztekammer Südwürttemberg mit Sitz in Reutlingen zu einem Follow-up-Workshop. So konnten an zwei Terminen im Januar und Februar jeweils bis zu neun Personen an den Workshops teilnehmen. Unterstützt und angeleitet durch Laura Hüning, erfahrene Workshop-Moderatorin des IFBG, wurde neben der Erfassung von Belastungen und Beanspruchungen, auch der Blick auf bereits vorhandene Ressourcen gelenkt. So können diese Ressourcen im Nachhinein gestärkt und die Belastungen und Beanspruchungen verringert werden. Durch die direkte Partizipation der betroffenen Beschäftigten wurden über strukturierte und zielgerichtete Fragetechniken realistische und arbeitsplatznahe Lösungen entwickelt, die eine hohe Akzeptanz bei allen Beschäftigten mit sich bringen. Zusätzlicher Nebeneffekt: In einem Workshop werden die Kommunikation und soziale Interaktion im Team gestärkt. Die Erfahrung zeigt, dass bereits dieser Prozess von den Beschäftigten als großer Mehrwert wahrgenommen wird.

Aufbereitete Ergebnisse in Präsentation

Die Ergebnisse des Workshops wurden in einem Fotoprotokoll festgehalten und in einer aufgearbeiteten Ergebnispräsentation virtuell den Verantwortlichen der Bezirksärztekammer Ende März vorgestellt. Außerdem gab Laura Hüning Tipps, welche Schritte aus den Ergebnissen heraus folgen können.

Weitere Informationen zu unseren Workshopformaten erhalten Sie in unserer Kurzpräsentation oder direkt bei Laura Hüning.

Tags: Workshop, Gesundheitsanalyse, Gesundheitsanalysen, KMU, Personal, Psychosoziale Belastung, Psychische Gefährdungsbeurteilung