Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

09
November 2018

Psychische Gefährdungsbeurteilung beim Jobcenter Lkr. Freudenstadt

86 Prozent Teilnahmequote an Gesundheitsbefragung

Die Geschäftsführung des Jobcenters Landkreis Freudenstadt hat sich seit Juli dieses Jahres des Themas „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ angenommen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) wurde eine gesundheitsbezogene Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Befragung erreichte eine herausragende Teilnahmequote von knapp 86 Prozent. Zu den Hauptaufgaben des Jobcenters gehört die Gewährung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts wie etwa Unterkunft und Heizung sowie die Vermittlung von Arbeit. Darüber hinaus bietet es Ratsuchenden vielfältige Hilfestellung zu Themen wie Aus- und Weiterbildung, Jobsuche und Schuldnerberatung an.

Diese verantwortungsvolle Aufgabe kann nur von einer gesunden Belegschaft langfristig erfolgreich bewältigt werden. Ziel ist es somit, Handlungsbedarfe anzugehen und gesundheitliche Verbesserungen für alle Beschäftigten des Jobcenters einzuleiten. Außerdem soll eine transparente Kommunikation gefördert werden.

COPSOQ als zentrales Befragungsinstrument

Um dieses Ziel zu erreichen, führten das Jobcenter Landkreis Freudenstadt und die Experten des IFBG im vierten Quartal 2018 eine gesundheitsbezogene Bedarfsanalyse durch, anhand derer konkrete Handlungsfelder für die nächsten Monate und Jahre identifiziert worden sind. Als Verfahren der Bedarfsermittlung haben sich die Verantwortlichen für eine onlinebasierte Gesundheitsbefragung entschieden, die insbesondere Fragen zu den psychosozialen Anforderungen beinhaltet. Als zentrales Befragungsinstrument kam der Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) zum Einsatz – ergänzt durch weitere wissenschaftlich sinnvolle Skalen. Damit hat das Jobcenter auch einen wichtigen Schritt in Richtung Erfüllung der gesetzlichen Pflicht zur psychischen Gefährdungsbeurteilung unternommen.

Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und Wünsche

Die Experten des IFBG stellen die im Zusammenhang mit der Befragung zu Tage getretenen Erkenntnisse im Dezember 2018 nicht nur dem Steuerungskreis, sondern auch den Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung vor. Darüber hinaus wird für die Gesundheitsverantwortlichen der öffentlichen Einrichtung ein Ergebnisreport angefertigt. Dieser informiert darüber, wie es um die psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen innerhalb des Jobcenters bestellt ist. Aber auch auf den Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten sowie die Wünsche der Beschäftigten geht der Ergebnisreport ein. Des Weiteren werden konkrete Handlungsempfehlungen formuliert.

Tags: Gesundheitsanalyse, Psychische Gefährdungsbeurteilung, Mitarbeiterbefragung