Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

15
November 2018

Psychische Gefährdungsbeurteilung beim Jobcenter Zollernalbkreis

Die Beschäftigten des Jobcenters Zollernalbkreis unterstützen leistungsberechtigte Menschen bei der Sicherung eines menschenwürdigen Lebens für sich und ihre Familien. Oberstes Ziel ist die nachhaltige Integration in Arbeit und Ausbildung. Darüber hinaus helfen sie Perspektiven aufzubauen und ermöglichen Menschen so eine Zukunft. Sie übernehmen damit wichtige gesellschaftliche Aufgaben auf der Basis des Sozialgesetzbuchs II. 

Dies alles kann von den Beschäftigten nur erfolgreich geleistet werden, wenn sie gesund und leistungsfähig sind. Deswegen spielt beim Jobcenter Zollernalbkreis ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eine entscheidende Rolle. Hierfür arbeitet die Einrichtung seit August 2018 mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) zusammen. Ziel der Kooperation ist die fortlaufende Verbesserung der Gesundheitssituation für alle Beschäftigten.

Gesundheitsbefragung zur Bedarfsermittlung

Um dieses Ziel zu erreichen, führten das Jobcenter Zollernalbkreis und die Experten des IFBG eine gesundheitsbezogene Bedarfsanalyse durch, anhand derer konkrete Handlungsfelder für die nächsten Monate und Jahre identifiziert werden sollten. Kern des ganzen Prozesses war eine umfassende Gesundheitsbefragung. Durch vorgeschobene Interviews mit einzelnen Beschäftigten des Jobcenters konnten wichtige Ergänzungen des Fragebogens vorgenommen werden. Ein Steuerungskreis aus Teamleitern, Geschäftsführung, Personalrat und weiteren Akteuren war für die interne Kommunikation und Abstimmung zuständig. Außerdem fand im Vorfeld der Befragungsdurchführung eine Präsentation vor den Beschäftigten statt, um diese bestmöglich über das Projekt zu informieren. Die Befragung endete am 09.11.2018. Damit hat das Jobcenter Zollernalbkreis auch einen wichtigen Schritt in Richtung Erfüllung der gesetzlichen Pflicht zur psychischen Gefährdungsbeurteilung unternommen.

Ergebnispräsentation auf der Betriebsversammlung

Die Experten des IFBG stellen die im Zusammenhang mit der Befragung zu Tage getretenen Erkenntnisse Anfang 2019 im Rahmen einer Betriebsversammlung vor. Darüber hinaus erhalten die Gesundheitsverantwortlichen des Jobcenters einen detaillierten Ergebnisreport. Dieser informiert darüber, wie es um die psychosozialen Belastungen und Beanspruchungen innerhalb der Organisation bestellt ist. Aber auch auf den Gesundheitszustand, das Gesundheitsverhalten sowie die Wünsche der Beschäftigten geht der Ergebnisreport ein. Des Weiteren werden konkrete Handlungsempfehlungen formuliert.  

Individueller Gesundheitsbericht für die Beschäftigten

Auch die Beschäftigten des Jobcenters Zollernalbkreis profitieren unmittelbar von der Gesundheitsbefragung. Auf der Grundlage ihrer anonymisierten Angaben erhalten sie eine individuelle Rückmeldung zu ihrem Gesundheitsverhalten (z. B. Schlaf, Ernährung, Bewegung) und zu ihrem Gesundheitszustand (z. B. körperliche Beschwerden). Dies geschieht in Form eines persönlichen Health-Reports. Dabei handelt es sich um einen ausführlichen Gesundheitsbericht, der jedem einzelnen Beschäftigten mit Hilfe eines Ampelsystems verdeutlicht, wie er im Vergleich zu seinen Arbeitskolleginnen und -kollegen sowie der deutschen Erwerbsbevölkerung abschneidet und auf welche Weise er sein Aktivitäts-, Schlaf- oder Ernährungsverhalten optimieren kann. Zudem werden darin auch konkrete Gesundheitstipps gegeben und Ansprechpartner benannt.

Mehr zur Gestaltung und dem Nutzen des Health-Reports erfahren Sie hier.

Tags: Arbeitsplatz, Bedarfsanalyse, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Psychische Gefährdungsbeurteilung, Mitarbeiterbefragung