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07
August 2020

„Schlaf wird immer noch mit Schwäche assoziiert“ – Dr. Utz Niklas Walter äußert sich in der Süddeutschen Zeitung

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Dr. Utz Niklas Walter, Leiter des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) hat in den letzten vier Jahren rund 120 Unternehmen zum Thema beraten und zahlreiche Führungskräfte zu „Schlafbotschaftern“ ausgebildet. Doch „Schlaf wird immer noch mit Schwäche assoziiert,“ sagt der Schlafexperte in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung zum Thema Schlaf und Arbeit.

Gerade deshalb ist es seiner Meinung nach so wichtig, Führungskräften das Wissen zum Thema Schlaf und Erholung in der Arbeitswelt zu vermitteln. Mithilfe dieses Wissens können Führungskräfte ihren Beschäftigten den aktiven Umgang mit Arbeitsmodellen wie Gleitzeit vorleben und Beschäftigte erkennen wiederum, dass „man nicht als Erster da sein muss“, um bei der Arbeit produktiv und erfolgreich zu sein.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Unternehmen, die die Relevanz des Themas Schlaf und Erholung im Arbeitsalltag anerkennen. Unter diesen befindet sich auch der Chemie- und Pharmahersteller Merck. Gemeinsam mit der Betriebskrankenkasse Merck BKK veranstaltete das Unternehmen im Jahr 2019 die Gesundheitskampagne „Bettgeflüster“ Über das ganze Jahr hinweg wurden den Beschäftigten Expertenvorträge, Broschüren und Webinare rund um das Thema Schlaf angeboten. Laut Nils Balser vom betrieblichen Gesundheitsmanagement bei Merck sei das Interesse an der jährlichen Gesundheitskampagne bisher noch nie so groß gewesen. Das Thema Schlaf interessierte rund 100 Mitarbeitende mehr als die Themen der Gesundheitskampagnen in den Jahren zuvor.

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht Schlafexperte Dr. Utz Niklas Walter auch über die Phänomene Mittagsschlaf und Powernap. Den Mittagsschlaf integriert Dr. Walter auch selbst in seinen eigenen Arbeitsalltag. Jeden Nachmittag durchläuft er mit seinem zweieinhalbstündigen Mittagsschlaf einen kompletten Schlafzyklus. Dadurch ist er „grunderholt“ und kann seine Leistungsfähigkeit um bis zu sechs Stunden erhöhen. Alternativ empfiehlt Dr. Walter einen Powernap – mit einer maximalen Dauer von 15 Minuten. Auch dieser kann die Leistungsfähigkeit um bis zu drei weitere Stunden erhöhen.

Abschließend erklärt Dr. Walter wie die Empfehlungen für ein gesundes Schlafverhalten in die organisatorischen Strukturen des Arbeitsalltags integriert werden können. Der Fokus liegt hierbei auf den verschiedenen Chronotypen: den Frühaufstehern und den Langschläfern. Je nach Typ sollten die Beschäftigten selbst entscheiden können, ob sie in einer Früh- oder einer Spätschicht arbeiten möchten.

Wie genau solche Ratschläge umgesetzt werden können, ist im Endeffekt unternehmensabhängig. Bei Merck wird die Gesundheitskampagne beispielsweise genutzt, um die Beschäftigten über guten Schlaf aufzuklären und die Pausen- sowie Schichtregelungen nachhaltig zu optimieren.

Wird jedoch gleichzeitig an der organisatorischen Struktur im Unternehmen und am Verhalten der Beschäftigten angesetzt, so ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement am effektivsten und ein großer Schritt in die Richtung eines gesunden Schlafverhaltens getan.

Interessieren auch Sie sich für das Thema Schlaf und ein gesundes Schlafverhalten Ihrer Beschäftigten? Dann ist unsere letsleep-Schlafkampagne, die am 01.09.2020 startet, möglicherweise genau das Richtige für Sie! Hier finden Sie einen Onepager und können sich vom Nutzen der Online-Kampagne überzeugen.

Hier gelangen Sie außerdem zu unserer Informationsseite. 

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