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19
September 2019

Schlafberatung für Beschäftigte – was Sie unbedingt vermeiden sollten

Was ist KEIN guter Weg, um das Trendthema Schlaf in einen Gesundheitstag zu integrieren? Wir, das IFBG, haben inzwischen einige Erfahrungswerte, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Und gleichzeitig haben wir auch ein paar Tipps für Sie, worauf Sie achten sollten:

1. Bauen Sie Ihre Schlafberatung nicht auf Mythen auf!

Rund um das Thema Schlaf ranken sich so einige Mythen. Wie wichtig ist der Schlaf vor Mitternacht denn nun tatsächlich? Und was hat der Vollmond mit unserer Schlafqualität zu tun? Spannend ist es natürlich, diese Mythen zu widerlegen, alleine schon um aufzuklären. Allerdings sollte der Fokus auf wissenschaftlichen Erkenntnissen liegen. Versuchen Sie bei einer Schlafberatung, theoretische Erkenntnisse mit praktischen Tipps zu verknüpfen, die auch wirklich funktionieren können.

2. Lassen Sie die Schlafberatung nicht zu einer Bett- oder Matratzen-Verkaufsberatung werden!

In einem Möbel- oder Matratzengeschäft beispielsweise erhalten Sie Infos über die Materialien der angebotenen Betten und Matratzen und evtl. über Testergebnisse. Außerdem kann Ihnen ein Matratzen-Verkäufer auch Unterschiede zwischen Matratzenmodellen erklären und Ihnen Preise und Sonderangebote nennen. Bei einer echten Schlafberatung geht es darum, die tatsächlichen Gründe für Schlafprobleme zu identifizieren. Bett, Lattenrost und Matratze sind nur manchmal die Ursache für nicht-erholsamen Schlaf. Bett-Marken, Preise, Matratzen-Kollektionen, Testergebnisse usw. sind also bei einer Schlafberatung in Unternehmen zweitrangig. Verlagern Sie lieber den Fokus. Die Durchführung eines Online-Schlaftests mit Echtzeit-Auswertung oder die Einführung in ein Schlaftagebuch sind da schon wesentlich sinnvoller.

3. Verallgemeinern Sie das Thema Schlaf nicht zu sehr!

Schlaf ist etwas sehr Persönliches. Jeder Mensch ist anders und schläft dementsprechend auch anders. Aufbauend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich im Gespräch meist schnell eine individuelle Ursache für eventuelle Schlafstörungen finden, die vielleicht auch schon mit Hilfe ganz einfacher Tricks behoben werden kann. Dem einen hilft vielleicht ein Ritual (z. B. kein Medienkonsum in der letzten Stunde vor dem Schlafen), dem anderen eine Atemübungen oder das Verbannen der Uhrzeit aus dem Schlafzimmer. Sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass genug Ansprechpartner vor Ort sind, um mit den Beschäftigten sprechen zu können. Ob jemand aus der eigenen Betriebsmedizin dafür geeignet ist, müssen Sie selbst entscheiden. Nicht jeder Arzt ist automatisch auch Schlafexperte.

Sie haben Fragen zum Thema? Dann schreiben Sie uns gerne eine Mail an info(at)ifbg.eu.

Tags: Aufsuchende Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, gesunder Schlaf, Schlaf und Erholung