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Aus den Aktivitäten des IFBG

22
Juni 2016

Sommerhitze bei der Arbeit: Gesundheitsschutz und Maßnahmen

Am 21. Juni begann er offiziell – der Sommer. Und mit ihm wurde im Süden Deutschlands bereits die 30-Grad-Grenze geknackt. Während das für viele Sonnenanbeter eine erfreuliche Nachricht ist, wird es für zahlreiche Beschäftigte zur körperlichen und mentalen Belastung. Durch erhöhte Luft- und Raumtemperaturen und damit verbundenem Schwitzen kann der Elektrolythaushalt durch Flüssigkeitsverlust ins Ungleichgewicht geraten: Kopfschmerzen, Ermüdung, Konzentrationsmängel, Hitzekrämpfe oder Übelkeit können die Folge sein.

Glühende Sommerhitze – Klimatisierung kein Muss

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) setzt 26 Grad Celsius als Maximaltemperatur in Arbeits- und Sozialräumen an, bei der Arbeitgeber über Schutzmaßnahmen für ihre Beschäftigten beraten sollen. Diese Temperaturen können an heißen Sommertagen jedoch leicht überschritten werden. Eine Klimatisierung ist seitens der Arbeitgeber trotz glühender Sommerhitze kein Muss – auch nicht in Extremsituationen. Sollten jedoch ernsthafte gesundheitliche Risiken auftreten, so ist der Arbeitgeber gemäß Arbeitsschutzgesetz (§ 1 Abs. 2 ArbSchG) dazu verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit zu treffen. Möglich sind beispielsweise die räumliche Hitzeisolierung durch Fassadenverkleidungen oder die Installation von Ventilatoren. Sogenannte Ersatzmaßnahmen wie Hitzepausen oder die Bereitstellung ungesüßter Getränke wären ebenso denkbare Umsetzungsmöglichkeiten seitens der Arbeitgeber.

Oft sind in dem Zusammenhang auch die Gesundheitsverantwortlichen im Unternehmen gefragt. Dabei sind den Beauftragten für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) oftmals die Hände gebunden, weil Informationen zu den konkreten Belastungen und Umsetzungsmöglichkeiten für Maßnahmen fehlen. Das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) kann die auftretenden gesundheitlichen Risiken sowie die Auswirkungen auf die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit durch gezielte Analysen ermitteln und entsprechende Maßnahmen empfehlen, bspw. wie sich der Flüssigkeitshaushalt ganz pragmatisch aufrechterhalten lässt.

Individuelle Maßnahmen durch Arbeitnehmer

Was jedoch können die Beschäftigten von sich aus tun, um gesundheitlichen Risiken durch Hitze vorzubeugen? Sollten während der Arbeitszeit mehr als 26 Grad Celsius erreicht werden, so sollten sie sich an Vorgesetzte, Interessenvertretungen oder Betriebsärzte wenden und die gesundheitlichen Einschränkungen benennen. Zudem sollte – sofern es das Arbeitsumfeld zulässt – leichte und nicht eng anliegende Kleidung aus wärme- und feuchtigkeitsdurchlässigen Materialien getragen werden.

Wie immer im Sommer, egal ob am See, im Park oder am Arbeitsplatz gilt als oberste Prämisse: Viel trinken. Dabei sollten gesüßte, alkoholhaltige und anregende Getränke vermieden werden und die Wahl eher auf Mineralwasser oder leichte Saftschorlen fallen. Auch sollte der Sonnenschutz nicht außer Acht gelassen werden – insbesondere bei Tätigkeiten im Freien.

Mehr Infos dazu unter gibt es bspw. auf der Homepage des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

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