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Aus den Aktivitäten des IFBG

10
Mai 2016

Teure Bekämpfung von Depressionen – Verlust oder Gewinn für die Unternehmen?

Psychosoziale Krankheiten zu bekämpfen, wird auch in Zukunft sehr kostspielig sein – so die Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank. Allein die Bekämpfung von Depressionen koste demnach bis 2030 insgesamt 147 Milliarden US-Dollar. Eine horrend hohe Summe.

Tatsächlich jedoch trügt der Schein: Denn eine Fehlzeitenreduktion von bereits fünf Prozent führe zu einer erhöhten Produktivität und damit zu einem Plus von rund 399 Milliarden US-Dollar für die Volkswirtschaft, so die Annahme der WHO und der Weltbank. Somit zeigt sich deutlich, dass die zunächst kostspielige Bekämpfung psychosozialer Erkrankungen zu einem langfristigen Wirtschaftswachstum führen könnte.

Derzeit investieren Regierungen nur etwa drei Prozent ihrer Gesundheitsausgaben in die Bekämpfung psychosozialer Erkrankungen. In Deutschland zeigt bereits die ordnungsgemäße Durchführung der psychischen Gefährdungsbeurteilung in Unternehmen und Behörden erste Wirkungen, da so Risikofelder ermittelt und so erste Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können. Auf diese Weise wird auch der Ergänzung des Arbeitsschutzgesetzes Rechnung getragen, die eine stärkere Berücksichtigung der psychischen Belastungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung vorsieht.

Oftmals stellt sich hierbei jedoch die Frage: Welche Verfahren sind für Unternehmen und Behörden überhaupt geeignet, um Arbeitsplätze hinsichtlich der psychischen Gefährdung valide zu beurteilen? Das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) greift hier vor allem auf vier Verfahren zurück: Beobachtungen, Interviews, Workshops und schriftliche Befragungen. In Projekten mit Unternehmen wie Brose, Sparda-Bank, Takeda, Verallia oder Amcor wurden diese Verfahren bereits erfolgreich eingesetzt und entsprechende Optimierungsmaßnahmen eingeleitet.

Sollten Sie Interesse an dem Thema haben, kontaktieren Sie uns gern über das Kontaktformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@ifbg.eu.

Quelle:

Hütten, F. (2016). Warum sich die teure Bekämpfung von Depressionen lohnen würde. Erschienen am 13. April 2016 unter www.sueddeutsche.de/gesundheit/mental-health-kampf-gegen-depressionen-kostet-milliarden-und-wuerde-sich-doch-lohnen-1.2946847

Tags: Psychische Belastung, Psychische Gefährdungsbeurteilung