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Aus den Aktivitäten des IFBG

12
November 2018

Neues TK-Dossier zu „Mobilität in der Arbeitswelt“ mit Unterstützung des IFBG

HIER GEHT ES DIREKT ZUM DOWNLOAD DES DOSSIERS „MOBILITÄT IN DER ARBEITSWELT“

Das Thema „Mobilität“ spielt als Grundpfeiler unserer Wirtschaftsordnung eine zentrale Rolle in der Arbeitswelt. Mit der stetigen Zunahme von Arbeitskonzentrationen in Ballungsgebieten wachsen zunehmend die Entfernungsradien, die Geschwindigkeit und die Flexibilität, mit der sich Erwerbstätige in der heutigen Arbeitswelt bewegen. So gehört das Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsstätte bereits als fester Bestandteil zum Alltag vieler Beschäftigter. Daneben gewinnt aber auch – begünstigt durch den digitalen Wandel – die mobile Telearbeit (z. B. Home-Office) immer stärker an Relevanz. Sie wird vielfach in der öffentlichen Debatte als ortsunabhängige Beschäftigungsalternative zur stationären Arbeit im Unternehmen und dem häufig damit verbundenen Pendelaufwand angeführt.

Aktuelle Studienlage aufgearbeitet

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat sich dieses wichtigen Themas nun angenommen und ein umfassendes Dossier dazu veröffentlicht. Im Blickpunkt stand dabei die Datenanalyse und aktuelle Studienlage zum Thema „Mobilität in der Arbeitswelt“. Hannah Christina Tendyck und Prof. Dr. Filip Mess vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) steuerten hierzu das umfangreiche Literatur-Review bei. Im Fokus standen dabei Studien, die einen Zusammenhang zwischen Pendelmobilität bzw. mobiler Telearbeit und Gesundheit aufzeigen.

Erster Teil: Wie viele TK-Versicherten sind Pendler?

Der erste Teil des Dossiers beschäftigt sich mit der Pendelmobilität bei TK-versicherten Beschäftigten. Ziel war es, den Anteil der Berufspendler unter den TK-Versicherten zu identifizieren und Pendleranteile innerhalb verschiedener Gruppen von Berufstätigen darzustellen. Auswertungsgrundlage waren Daten von 3,6 bis 4,8 Millionen Beschäftigten mit Versicherung bei der TK in den Jahren 2011 bis 2017. Ein interessantes Ergebnis in diesem Kontext: In den Jahren 2011 bis 2017 arbeiteten 44 bis 45 Prozent der beschäftigten TK-Versicherten außerhalb ihres Wohnkreises. Elf bis zwölf Prozent der Beschäftigten gingen ihrer Tätigkeit sogar 50 Kilometer und weiter vom Wohnkreis entfernt nach.

Zweiter Teil: Wie ist der Deutschlandtrend? Wie stark pendeln die Europäer?

In Ergänzung zu diesen Auswertungen wird in einem zweiten Teil des Dossiers ein umfassender Überblick über den aktuellen nationalen und internationalen Forschungsstand zu den Themenschwerpunkten „Pendeln zwischen Wohn-und Arbeitsstätte“ und „Mobile Telearbeit“ gegeben. Damit sollen die im ersten Teil des Dossiers dargelegten empirischen Befunde zur Pendelmobilität von TK-Versicherten in den erweiterten deutschen und europäischen Kontext eingeordnet werden. Hannah Christina Tendyck und Prof. Dr. Filip Mess unterstützten die TK an dieser Stelle durch ihre Ausarbeitungen zu diesem Thema.

Mehr Pendeln, aber kein Anstieg der ortsflexiblen Arbeit

Insgesamt offenbart die aktuelle Datenlage zur Pendelmobilität in Deutschland eine eindeutige Entwicklung hin zu mehr Pendlern, weiteren Pendelstrecken und längeren Pendelzeiten. Die Daten zur mobilen Telearbeit hingegen zeigen eine geringe, stagnierende Verbreitung unter den Beschäftigten. Deutschland liegt damit in der Europäischen Union im unteren Mittelfeld. Hier können Sie das ganze Dossier einsehen.

Wie sich Pendeln auf unsere Psyche auswirken kann, dazu hat der IFBG-Experte Dr. Utz Niklas Walter noch zusätzlich für den TK-Blog ein Interview gegeben. Klicken Sie hier, um zum Interview zu gelangen.

Sie möchten gerne mehr zu den Themen digitale Arbeitswelt, Pendeln und Telearbeit erfahren? Kontaktieren Sie gerne Frau Tendyck oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info(at)ifbg.eu.

Tags: Arbeitsplatznähe, Arbeitsplatz, Personal, Psychische Belastung, Stressbewältigung