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Aus den Aktivitäten des IFBG

18
September 2018

Von Gesundheits-Flashmob bis Fitness-Tracker – So geht innovative Bewegungsförderung für junge Beschäftigte

"Im neuen Jahr wird alles anders!" Hand aufs Herz: Wer hat sich das zum Jahreswechsel nicht auch schon einmal vorgenommen – gesünder leben und sich mehr bewegen. Und um herauszufinden, wie es um unsere Gesundheit und Fitness steht, nutzen wir vermehrt Fitness-Tracker oder Apps. Doch was bringt das tatsächlich? Und eignen sich diese Tools auch für die Bewegungsförderung in der Arbeitswelt? 

Unternehmen zählen für viele Experten zu den besten Settings, um das Gesundheitsverhalten von Beschäftigten zu verändern. Schließlich verbringen wir am Arbeitsplatz besonders viel Zeit. Doch eine Frage stellt sich immer wieder: Wie bringt man Beschäftigte in der Praxis tatsächlich dazu, dauerhaft aktiver zu werden? Hier zeichnen sich aktuell drei Trends ab, die auch für die Arbeit von Ausbildungsleitern interessant sind. Denn diese Trends zielen insbesondere auch auf die junge Generation ab. 

Aufsuchende Maßnahmen als Chance

Angebote in direkter Arbeitsplatznähe und ggf. sogar während der Arbeitszeit versprechen höhere Teilnahmequoten (Daheia et al., 2011). Dies geht weit über die klassische Bewegungspause hinaus. Der Markt bietet inzwischen viel mehr – von der Integration von Fitnessgeräten in die Büroumgebung („Active Office“) über die Einzelschlafberatung in der Nachtschicht bis hin zum Training an fahrbaren Fitnessgeräten. Der Grundgedanke: Durch die Integration von Gesundheitsmaßnahmen direkt in den Arbeitsablauf der Beschäftigten fallen lokale und zeitliche Barrieren weg.  

Mit Guerilla-Marketing für Aufsehen sorgen

Wie bringt man Beschäftigte noch dazu, aktiver zu werden? Der aktuelle Trend geht in Richtung Guerilla-Marketing, das vor allem bei jungen Beschäftigten sehr gut ankommt. Dabei werden die Beschäftigten mit überfallartigen Aktionen überrascht und ggf. aktiviert – idealerweise in direkter Arbeitsplatznähe. Ein Gesundheits-Flashmob, das Smoothie-Bike oder ein Turnschuhtag bilden Beispiele hierfür. 

Digitale Lösungen vor allem für junge Beschäftigte

Ob Apps, Wearables oder Portale – in den letzten Jahren sind zahlreiche digitale Lösungen entwickelt worden, die die Belegschaft in Schwung bringen sollen. Hier sollten Chancen und Risiken genau abgewogen werden (Mess, 2015). Die entscheidende Frage für Personal- und Gesundheitsverantwortliche, aber auch für Ausbildungsleiter in Unternehmen wird sein, wie dieses Potenzial bestmöglich für die BGF genutzt werden kann. 

Ob aufsuchende Maßnahmen, Guerilla-Aktionen oder digitale Tools – letztlich müssen die Unternehmensverantwortlichen und Ausbildungsleiter selbst entscheiden, was für ihre Zielgruppen das Richtige ist. Eine Bedarfsanalyse in Form einer Online-Kurzumfrage kann hier helfen. In jedem Fall gilt das Credo: Die Betroffenen zu Beteiligten machen. Dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass solche Maßnahmen nicht verpuffen. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass die Aktionen – insbesondere die aus dem Bereich des Guerilla-Marketings – weitergeführt werden und in dauerhaften Maßnahmen münden. 

Möchten Sie mehr über innovative Bewegungsförderung erfahren? Dr. Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) spricht auf dem Deutschen Ausbildungsleiterkongress (DALK) am 22./23. November 2018 über dieses spannende Thema. Sichern Sie sich hier Ihre Teilnahme. Mit 2.000 Teilnehmern, über 80 Top-Referenten, 100 Vorträgen und Workshops ist der DALK der größte Fachkongress für HR- und Ausbildungsverantwortliche in ganz Deutschland.

Tags: Aufsuchende Gesundheitsförderung, Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, digitale BGF, Gesundheitsangebote, Gesundheits-Apps, Gesundheitstag, Guerilla-Aktion