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Aus den Aktivitäten des IFBG

22
März 2018

Zeitumstellung – eine Herausforderung, für die es wertvolle Tipps gibt

Für viele ist die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit ein spürbares Problem. Jedes Jahr Ende März werden die Uhren in Deutschland eine Stunde vorgestellt. Dies bedeutet für die meisten Menschen, dass sie eine Stunde früher aufstehen müssen. Gleichzeitig locken die Abendstunden mit mehr Freizeitmöglichkeiten, weswegen wir eher später ins Bett gehen. Die mögliche Folge: Schlafmangel und ein Leben entgegen dem Rhythmus der zurückliegenden Monate.

Doch das Problem des Schlafmangels besteht nicht nur in den Sommermonaten. Viele Menschen neigen das gesamte Jahr über dazu, ihre körperlichen Müdigkeitssignale zu überhören. Denn in unserer zeitökonomisierten Gesellschaft leben wir alle nach dem Motto „Zeit ist Geld“. Wir arbeiten mehr, wollen für unsere Kinder und Freunde da sein, und in der Freizeit versuchen wir, immer mehr Aktivitäten unterzubringen. Und am Abend locken dann Fernsehen, Streamingdienste und soziale Netzwerke – also Medien, die nie schlafen. Und woher nehmen wir die fehlende Zeit für alle diese Dinge? Ja, wir knapsen sie häufig vom Nachtschlaf ab.

Dabei können solche „Schlafschulden“ gravierende gesundheitliche Folgen haben. Beispielsweise wird Typ-2-Diabetes begünstigt (Cajochen, 2009). Zudem kann es vermehrt zu Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen (Zulley, 2008), da die Organe zu chronobiologisch betrachtet „falschen“ Zeiten aktiv sind. Auch die Zunahme von psychischen Störungen, wie z. B. Depression, wird mit einem zunehmend von außen getakteten Leben in Verbindung gebracht. Denn nicht Zeitmangel alleine, sondern ein Leben entgegen dem eigenen Rhythmus kann für andauernden Stress sorgen. Und dass Stress gesundheitliche Folgen hat, dürfte inzwischen jedem bekannt sein.

Unsere Tipps im Hinblick auf die Zeitumstellung und einen besseren Schlaf:

  • Bewegen Sie sich in den nächsten Wochen morgens bei Tageslicht – besonders, wenn Sie schwer aus dem Bett kommen. Denn dadurch passt sich Ihr Rhythmus der Sommerzeit an.
  • Um die Zeitumstellung besser zu bewältigen, kann auch helles blauhaltiges Licht gleich nach dem Aufstehen helfen (z. B. von LED-Bildschirmen). Die Blaulichtrezeptoren stellen die innere Uhr um. Allerdings ist ein so früher Medienkonsum nur in der Übergangsphase nach der Zeitumstellung empfehlenswert.
  • Am Ende des Tages sollte blauhaltiges Licht vermieden werden, da es uns eher wachhält. Daher unbedingt die Nightshift-Funktion oder den Blaufilter des Smartphones einstellen. Noch besser: ganz auf Medienkonsum am Abend verzichten.
  • Ändern Sie grundsätzlich Ihre Einstellung zum Schlaf und helfen Sie, ihn zu enttabuisieren! Schlaf ist wichtig und gesund, das darf jeder wissen!

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer, den Sie hoffentlich gesund und ausgeschlafen genießen. Wenn Sie Fragen zum Thema Schlaf haben, können Sie uns jederzeit unter info(at)ifbg.eu kontaktieren.

Tags: Schlaf und Erholung