Aktuelles

Aus den Aktivitäten des IFBG

10
September 2015

Zweite Runde des Netzwerktreffens Gesund WorkSCHOPPEN im Erlebniswald Mainau

„Wissenschaftlich fundierte Analysen und innovative Impulse für die Praxis“, so lautete eine Teilnehmerstimme nach der zweiten Runde des Netzwerktreffens Gesund WorkSCHOPPEN, zu dem am 25. September 2015 zahlreiche Personalverantwortliche aus der DACH-Region nach Konstanz kamen. Die Evaluation des ersten Netzwerktreffens im Mai 2015 brachte den Wunsch hervor, die Schwerpunktthemen „Psychische Gefährdungsbeurteilung und modernes Kennzahlenmanagement“ zu behandeln.

Von der psychischen Gefährdungsbeurteilung zum umfassenden Kennzahlenmanagement

Durch Technologisierung und Entgrenzung von Arbeit haben psychosoziale Belastungen in vielen Bereichen der Arbeitswelt zugenommen. In Deutschland sind die Arbeitgeber durch eine Ergänzung des Arbeitsschutzgesetzes seit Anfang 2013 dazu aufgefordert, bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Dies bietet eine Vielzahl von Chancen, aber auch Risiken. So lassen sich durch eine systematische Herangehensweise Risikofelder aufdecken, die man in moderierten Workshops vertieft analysieren oder denen man mit geeigneten Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung entgegenwirken kann. In weiteren Schritten geht es von der Entwicklung geeigneter Frühindikatoren bis hin zur Erarbeitung eines umfassenden Kennzahlensystems. Prof. Dr. Filip Mess und Dr. Utz Niklas Walter (beide Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung - IFBG) sowie Prof. Dr. Alexander Klaußner (Macromedia Hochschule München) leiteten in Kurzvorträgen und kleinen Workshops Diskussion und Austausch zwischen den Personalverantwortlichen praxisorientiert an.

Praktische Umsetzungstipps zur psychischen Gefährdungsbeurteilung

Einen besonderen Mehrwert erfuhren die Unternehmen durch den Erhalt praktischer Umsetzungstipps zum Themenkomplexder psychischen Gefährdungsbeurteilung auf den Ebenen Analyse, Maßnahmendurchführung und Erfolgsmessung. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer konkrete Hinweise zur betriebsinternen Etablierung eines ganzheitlichen Kennzahlensystems für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement. „Fehlzeiten und Präsentismus reduzieren sowie den Gesundheitszustand unserer Beschäftigten verbessern – diese Ziele verfolgen wir bei Amcor. Wir haben von den IFBG-Experten wertvolle Impulse erhalten, vor allem was den Umgang mit dem Thema der psychosozialen Belastungen angeht“, so Claus Gebauer, Manufacturing Excellence Manager und Mitglied der Geschäftsführung bei Amcor Flexibles Kreuzlingen.

Ein Get-Together bei vitalem Buffet bildete den Abschluss der Veranstaltung, welche in diesem Rahmenmit Hilfe von Kurz-Fragebögen evaluiert worden ist.„Ich freue mich schon auf das nächste Netzwerktreffen im Juni 2016 – insbesondere auf den persönlichen Austausch mit anderen Unternehmensverantwortlichen in diesem außergewöhnlichen Ambiente“, so Gebauer abschließend. Zur Fortführung im Juni 2016 sind weitere Personalverantwortliche aus der DACH-Region willkommen.

Weitere Informationen zum 3. Netzwerktreffen im Juni 2016 auf Anfrage info(at)ifbg.eu

Tags: Netzwerktreffen