Digitale Balance — das BGM-Thema der Zukunft 

Hier können Sie ein Kurzdossier inkl. unserer Angebote herunterladen.

Zum Download Für Newsletter anmelden

Digitale Balance

Wie revolutioniert Digitalisierung unsere Arbeitsprozesse?

Die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt geht mit einer Reihe von Veränderungen einher, die für Unternehmen und Mitarbeiter mit vielen Vorteilen verbunden sein können. Dazu gehört die immer enger werdende Vernetzung von Mensch und Maschine (z. B. durch Assistenzsysteme, Exoskelette, 3D-Druck) und damit zusammenhängend ein Wandel in der Arbeitsorganisation vieler Unternehmen. 

Zudem helfen uns moderne Informations- und Kommunikationstechnologien durch eine bedeutsame Entwicklung der Speicher- und Analysefähigkeiten dabei, im Alltag effizienter zu arbeiten (z. B. durch intelligente Postfächer, digitale Kalender und Personalplanungs-Tools) und eröffnen uns die Möglichkeit einer ortsunabhängigen, virtuellen Zusammenarbeit (z. B. im Homeoffice).

Was hat Digitalisierung mit (Beschäftigten-)Gesundheit zu tun? 

Grundlage für die oben genannte Entwicklung ist die immer verbreitetere Nutzung digitaler Endgeräte wie PCs, Smartphones und Tablets. Diese sind heute nicht nur fester Bestandteil von Arbeitsplätzen, sondern werden von Beschäftigten auch im privaten Umfeld oftmals exzessiv genutzt. Dabei sind sich viele Beschäftigte der gesundheitlichen Risiken ihres Nutzungsverhaltens nicht bewusst. Dazu gehören u.a.:

  • Erschöpfungszustände und Verlust der Regenerationsfähigkeit durch Mangel an Erholung im Alltag.
  • Chronischer Stress mit psychosozialen und körperlichen Folgen (bspw. Burnout, kardiovaskuläre Erkrankungen, Autoimmun-Erkrankungen, Steigerung des Krebsrisikos).
  • Mediensucht infolge der Sogwirkung digitaler Endgeräte.
  • Nacken-, Rücken- und Augenerkrankungen durch ergonomisch fehlerhafte Einrichtung des Bildschirmarbeitsplatzes, häufige Nutzung des Smartphones und mangelnde Augenregeneration.

 

Diese Risiken können durch einen (gesundheits-)bewussten Medienkonsum verhindert werden. Im Rahmen des Projektes „Stress und Digitale Balance“ steht das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) Unternehmen, Teams und Beschäftigten mit innovativen BGM-Maßnahmen auf dem Weg zu einer gesunden Digitalisierung zur Seite.

Drei gute Gründe, warum Sie sich gerade jetzt mit dem Thema Digitale Balance beschäftigen sollten und wie Digitalisierung mit Gesundheit zusammenhängt, erfahren Sie in unseren folgenden Beiträgen.


Verstärkt durch die Digitalisierung werden insbesondere in global agierenden Teams klassische Grenzen in der Arbeitsorganisation überwunden. Häufig führt dies zu einer zunehmenden Belastung der Mitarbeiter. Es braucht mutige Führungskräfte, um die Gesundheit aller in den Fokus zu setzen und die Zusammenarbeit neu zu gestalten.

Kai Schwiebert, Principal Business Consultant, SAP


Durch Home-Office werden die vielen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das tägliche Pendeln minimiert, aber auch neue Gesundheitsfallen geschaffen. Diese sollten umgangen werden, um die Chancen von mobiler Telearbeit für eine gesündere Belegschaft voll auszuschöpfen.

Hannah Tendyck, Projektmanagerin und Autorin des TK-Dossiers „Mobilität in der Arbeitswelt"

Wer unterstützt Sie beim Thema Digitale Balance?

In diesem Themenfeld arbeitet das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) mit dem Insitut für Virtuelle Führung und Teams (iVLT) zusammen. Ziel ist es, ein größeres Bewusstsein für die Themen moderne Arbeit, Digitale Balance und Stress zu schaffen – und geeignete Gegenmaßnahmen für Unternehmen und Behörden zu entwickeln.

Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG)

Das IFBG ist ein Zusammenschluss von Gesundheitsexperten der Universitäten Konstanz, München (TU) und Karlsruhe (KIT). Schwerpunkte sind neben der Durchführung psychischer Gefährdungsbeurteilungen (u. a. im Rahmen der BGM-Bedarfsanalyse) vor allem die Umsetzung praxisnaher Handlungsempfehlungen sowie die Durchführung und Veröffentlichung von Studien.

In den letzten Jahren sind in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Haufe Gruppe, verschiedene Studien veröffentlicht worden, welche die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung für die Gesundheit von Beschäftigten hervorheben. Der Studienband mit dem Titel „whatsnext – Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“ ist unter folgendem Link kostenfrei abrufbar. 

Eine ausführliche Zusammenstellung der aktuellen Studienlage zum Thema Gesundheitsthema „Mobilität in der Arbeitswelt“ finden Sie unter diesem Link.

Institut für Virtuelle Führung und Teams (iVLT)

Das 21. Jahrhundert verändert die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, enorm. Grenzen werden überwunden, Aufgaben zunehmend flexibel durchgeführt, losgelöst von Ort und Zeit. Unternehmensstrukturen werden zugunsten übergreifender Organisationsformen überwunden, die temporär und themenbezogen Zusammenarbeit ermöglichen. Veränderungen werden zum täglichen Begleiter und fordern Flexibilität. 

Ausgehend von diesen Herausforderungen widmet sich das iVLT der Frage, wie die Zusammenarbeit in verteilten, virtuellen Teams und Organisationen gestaltet sein muss, damit die Menschen darin gesund bleiben und gerne dort arbeiten. Welche Anforderungen sich an die Führung solcher Organisationsformen daraus ergeben, denen typische Kontrollmechanismen abhandenkommen.

Das iVLT ist ein (virtueller) Ort, an dem sich Interessierte und „Betroffene“ treffen können, um Erfahrungen auszutauschen. Dieser Treffpunkt ist geprägt von Menschen aus der Praxis, die eigene Erfahrungen mit virtuellen Arbeitsformen haben. Das iVLT wird zum Kompetenzzentrum für verteilte und virtuelle Arbeitsformen.

Die Möglichkeiten moderner Technik sind faszinierend. Doch mit der Digitalisierung sind auch neue Stressfallen im Arbeits- und Privatleben entstanden. Bei unseren Maßnahmen erleben Beschäftigte, Führungskräfte und Teams, wie sie ihre digitale Resilienz stärken können, um langfristig gesund zu bleiben.

Dipl.-Psych. Julia Kröll, Projektmanagerin „Stress und Digitale Balance“, IFBG