Gesundheitsbezogene Beschäftigtenbefragung beim Regierungspräsidium Karlsruhe

Profil Marie Hopf

Marie Hopf

Project Manager
Team Analysen
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Das Regierungspräsidium Karlsruhe (RPK) ist als Mittelbehörde zwischen den elf Landesministerien und der unteren Verwaltungsebene mit Landrats- und Bürgermeisterämtern in den verschiedensten Bereichen tätig. Um die Belastungen und Beanspruchungen der rund 1800 Beschäftigten zu ermitteln, hat das RPK in Kooperation mit dem IFBG eine gesundheitsbezogene Beschäftigtenbefragung durchgeführt.

Die Vorbereitungen für die Mitarbeiterbefragung beim RPK starteten im Mai 2020. Die Inhalte der Befragung sollten die für eine psychische Gefährdungsbeurteilung typischen Bereiche Arbeitsinhalt, Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen, Arbeitsumgebung und neue Arbeitsformen abdecken. Diese wurden mittels des Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ; Nübling et al., 2010) erfasst. Darüber hinaus wurden vier vom RPK selbst formulierte Items bezüglich mobilen Arbeitens in den Fragebogen integriert.

Digitale Informationsveranstaltung als Auftakt der Befragung

Nach Abschluss der Konzeptionsphase mit den Projektverantwortlichen wurde die Durchführung der Befragung intern im RPK kommuniziert. Die Beschäftigten wurden durch E-Mails, Aushänge und nicht zuletzt durch eine Online-Informationsveranstaltung – durchgeführt von den IFBG-Mitarbeiterinnen Marie Hopf und Sonja Hage – auf die Befragung aufmerksam gemacht. Dort hatten die Teilnehmenden zusätzlich die Möglichkeit, ihre Fragen rund um das Vorgehen, die Auswertung und den Datenschutz zu stellen. Die Befragung fand im Juni und Juli 2021 über einen Zeitraum von drei Wochen statt.

Erstellung von Einzelberichten mit Ergebnissen für die Abteilungen und Referate

Im Anschluss erfolgte die Auswertung und Aufbereitung der durch die in der Befragung gewonnenen Daten durch die Analysen-Expertin des IFBG, Marie Hopf. Besonderheit in diesem Projekt war die hohe Zahl an zu erstellenden Berichten. Mit insgesamt 68 Reports sollte jede Abteilung und jedes Referat einen eigenen Bericht erhalten, um möglichst zielgerichtet mit Maßnahmen in den jeweiligen Bereichen ansetzen zu können. Darüber hinaus wurde unter anderem ein Factsheet zur kompakten Übersicht der Ergebnisse zur Verfügung gestellt sowie ein Dashboard erstellt, anhand dessen sich die Ergebnisse einzelner Abteilungen und Referate in flexibler Zusammenstellung grafisch anzeigen lassen.

Ergebnispräsentation vor Gremium und folgende vertiefende Workshops

Anfang September stellte Marie Hopf die Ergebnisse der gesundheitsbezogenen Mitarbeiterbefragung der Regierungspräsidentin, der Vize-Präsidentin und der Lenkungsgruppe Gesundheit vor. Im Anschluss daran sind Ende September bis Anfang Oktober Workshops mit den Abteilungs- und Referatsleitungen geplant. Ziel hierbei ist die vertiefende Beschäftigung mit den jeweiligen Ergebnissen und die Ableitung sowie Umsetzung konkreter Maßnahmen in den jeweiligen Bereichen.

Nach einer erfolgreichen Kommunikation an erste Mitglieder des RPK sind Marie Hopf und Sonja Hage in gespannter Erwartung der bevorstehenden Workshops. Sie freuen sich gemeinsam mit den Teilnehmenden tief in die Befragungsergebnisse einzutauchen und zusammen Ansätze für die bestehenden Belastungen zu entwickeln. Auch Maren Zeiß, Beauftragte für das Betriebliche Gesundheitsmanagement beim RPK und verantwortlich für die Durchführung der Psychischen Gefährdungsbeurteilung, zieht ein positives Zwischenfazit: „Nach einer erfolgreichen Vorbereitungs- und Befragungsphase bin ich gespannt auf die kommenden Workshops und freue mich über die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem IFBG.“

Wenn auch Sie Interesse an den Themen Psychische Gefährdungsbeurteilung durch Beschäftigtenbefragung oder Workshops haben, nehmen Sie gerne hier Kontakt zu uns auf.

Quellen:
Nübling, M., Stössel, U., & Michaelis, M. (2010). Messung von Führungsqualität und Belastungen am Arbeitsplatz: Die deutsche Standardversion des COPSOQ (Copenhagen Psychosocial Questionnaire). In Fehlzeiten-Report 2009 (pp. 253-261). Springer, Berlin, Heidelberg.
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