Tipps gegen Lärm bei der Arbeit - IFBG-Expertin im Interview mit der dpa

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Maike Sauermann

Lead
Team Maßnahmen
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Wenn Beschäftigte nach langer Zeit im Home-Office an ihre Arbeitsstätte zurückkehren, fällt es vielen schwer, sich an die anderen Lärmverhältnisse sofort wieder zu gewöhnen. Vor allem für Beschäftigte, die in ihren eigenen vier Wänden während des Arbeitens deutlich mehr Ruhe empfunden haben als im Büro, ist es eine große Umstellung. Das Sprechen einer Kollegin oder eines Kollegen, Telefonklingeln und andere Lärmquellen sind Faktoren, die belastend sein können. Die Konzentration leidet darunter und Reizüberflutung kann eine Folge sein.  

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat IFBG-Expertin Maike Sauermann gefragt, welche Maßnahmen gegen Konzentrationsprobleme durch Lärm am Arbeitsplatz ergriffen werden können.

Ruheräume und Flüsterzonen gegen Lärm und für bessere Konzentration

Maike Sauermann, Arbeitspsychologin und Lead im Team Maßnahmen beim IFBG, rät im dpa-Interview zur Einrichtung von Ruheräumen in Büros. Dies können einzelne Kabinen sein, in die sich Beschäftigte zurückziehen können, um konzentriert an einer Sache zu arbeiten. Reize von außen werden deutlich minimiert, was bei Beschäftigten eine stärkere Konzentration hervorrufen kann.

Ist es aufgrund von fehlenden bautechnischen Möglichkeiten nicht möglich, Ruheräume einzurichten, können sogenannte Flüsterzonen etabliert werden. Vor allem in großen Räumen, in denen viele Beschäftigte zusammenarbeiten, bietet sich diese Maßnahme an. Diejenigen Beschäftigten, die in diesem Bereich sitzen, sprechen sehr leise miteinander und verlassen die Flüsterzone, wenn es einmal zu längeren Gesprächen kommen sollte.

Verhaltenstherapeutische Maßnahmen zur Fokussierung: das Ruhebild

Durch die Umstellung vom Home-Office auf die Arbeit im Büro stehen viele Beschäftigte vor der Herausforderung, sich an die Gegebenheiten vor Ort wieder gewöhnen zu müssen. Als verhaltenstherapeutische Maßnahme kann hier das „Ruhebild“ helfen. Beschäftigte können sich dabei ein Bild vor dem inneren Auge vorstellen und in sich hineinfühlen, was dieses Bild auslöst. Auf diese Weise kann das Arbeiten trotz unruhiger Umgebung leichter fallen.

Das Interview ist unter anderem auf Zeit online und im Handelsblatt erschienen.

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