Detox mal anders

Intervall- und Heilfasten, eine Woche lang keine Schokolade essen oder verschiedene Detox-Kuren – die ein oder andere Verzichtmöglichkeit kennt Ihr bestimmt. All diese klassischen Methoden beziehen sich auf einen bestimmten Nahrungsmittelverzicht oder eine -einschränkung. 

Doch Detox-Kuren sind nicht nur effektiv, um den Körper von Schadstoffen und Giften zu befreien. Sie sind ebenso auf andere Lebensbereiche sehr gut übertragbar. „Detoxen“ bedeutet so viel wie „Entgiften“ – und Entgiftungsmöglichkeiten gibt es im Alltag zahlreiche. Schließlich konsumieren wir nicht nur Nahrung, sondern u. a. auch digitale Medien, Kleidung, Verkehrsmittel und Pflegeprodukte.

Es gibt zahlreiche Lebensbereiche, in denen gefastet werden kann. Wir haben Euch eine Liste mit einfachen und vielfältigen Detox-Möglichkeiten zusammengestellt:

  • Schaltet Euer Smartphone vor dem Schlafengehen in den Flugmodus und lasst ihn auch noch bei allen Morgenroutinen aktiviert, solange bis Ihr das Haus verlasst. Ihr werdet sehen, wie viel entspannter Ihr aufwacht und in den Tag startet.
  • Baut Euch bewusst Zeiten in Eure Woche ein, in denen Ihr auf digitale Medien verzichtet. Formuliert Eure Pläne dabei möglichst konkret, damit eine Umsetzung leicht fällt. Ein Beispiel: „Mittwochabends schaue ich zwischen 20 und 22 Uhr keine Serien und Filme bei Netflix und Co.“.
  • Detoxparty: Tanzen und Spaß haben ohne Alkohol oder Cola, sondern mit leckeren Obst- und Gemüse-Smoothies. Das ist nicht nur ein Trend in großen Städten, sondern auch leichter bekömmlich und stellt eine gesündere Konsumalternative dar.
  • Plastikfasten: Versucht doch mal, beim Einkaufen einen Jutebeutel mitzunehmen, anstatt an der Kasse eine Plastiktüte zu kaufen. Ebenso könntet Ihr Käse und Wurst nicht aus dem Kühlregal, sondern an der Frischetheke kaufen, um Plastikverpackungen zu vermeiden. Oder noch besser: Bringt einfach Eure eigenen Boxen und Verpackungen mit und lasst Euch Eure Einkäufe direkt dort hinein geben.
  • Wie wäre es mit einer fleischlosen Woche? Mittlerweile gibt es auch vielfältige pflanzliche Fleisch-Ersatzprodukte, wenn Ihr zwar vegetarisch essen, aber nicht ganz auf den Fleischgeschmack verzichten möchtet. 
  • Klimafasten: Hier sind Eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt: Fahrt Fahrrad anstatt Bus oder Auto; achtet darauf, dass das Licht in den Räumen ausgeschaltet ist, in denen sich niemand befindet; oder setzt für einen bestimmten Zeitraum auf gebrauchte oder geliehene Dinge, anstatt neue zu kaufen. Wieso nicht Second Hand kaufen oder eine Kleidertauschparty mit Freunden veranstalten?
  • Fern vom Rummel: Sich mal ganz bewusst Zeit für sich zu nehmen und nicht mit den Freunden zur Party zu gehen oder jeden Abend mit der Freundin oder Mutter zu telefonieren, ist gar nicht egoistisch, sondern entschleunigt sehr und bringt Euch mehr Ausgleich im Alltag.

Es muss Euch gar nicht jeder Punkt auf der Liste angesprochen haben – vielleicht haben Euch auch nur ein oder zwei Ideen zum alternativen Fasten überzeugt, was völlig in Ordnung ist. Das Wichtige ist nämlich, dass Ihr Euch den Herausforderungen stellt, Eure Komfortzone auch mal verlasst und Eure persönlichen Erfahrungen damit macht. Vielleicht etabliert Ihr etwas davon ja sogar langfristig in Euren Alltag?!

Quellen: https://bit.ly/2GDI2Prhttps://bit.ly/2RYuwLH, https://bit.ly/36A8KTY, https://bit.ly/36AaZGH

Top