whatsnext-Studie

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Zukunft: Wir tauchen tiefer ein.

Seit 2017 identifizieren wir gemeinsam mit der TK und Haufe die zukünftigen Herausforderungen der Unternehmen und Öffentlichen Einrichtungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) mithilfe der Zukunftsstudie whatsnext. Die erste Online-Befragung startete am 01. Februar 2017 unter dem Motto „#whatsnext – Gesund Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“. Die Präsentation des Online-Studienbands erfolgte am 10. Mai 2017 auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Mit 825 teilnehmenden Organisationen war die Studie schon damals die größte BGM-Trendstudie, die es in Deutschland je gegeben hat. Ziel der ersten Befragung war es, die gesundheitsbezogenen Handlungsfelder der Zukunft zu identifizieren, um den Veränderungen der Arbeitswelt proaktiv zu begegnen anstatt nur zu reagieren. 

1.192 Organisationen nehmen an zweiter Online-Befragung im Jahr 2020 teil

Welche Herausforderungen bringt die digitale Arbeitswelt für die Gesundheit von Unternehmen und Beschäftigten mit sich? Und wie sehen die Erfolgsfaktoren des BGM in der Zukunft aus? Diese Fragen standen im Fokus der zweiten Online-Befragung, an der im Jahr 2020 1.192 Organisationen teilgenommen haben. Die zweite Befragung stand unter dem Motto #whatsnext2020 – Erfolgsfaktoren für gesundes Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt und startete am 17.02.2020. Ende August wurde der Online-Studienband veröffentlicht, in dem auf 71 Seiten die spannendsten Erkenntnisse zu Themen wie BGM in Krisenzeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und Gesundes Führen dargestellt werden.

Hintergrund und Zielstellung

Doch wie genau haben wir die einzelnen Forschungsfragen der Studie #whatsnext2020 eruiert? Dafür haben wir uns u. a. angesehen, welche Aspekte die Gesundheit von Beschäftigten in Unternehmen konkret belasten.

Behilflich waren uns dabei neben einer Literaturrecherche und Experteninterviews auch die Ergebnisse des BGM-Beschäftigtenbarometers, das wir seit 2018 durchführen. Im Kern handelt es sich hier um eine gesundheitsbezogene Mitarbeiterbefragung des IFBG und der Techniker Krankenkasse (TK). Unternehmen und Öffentliche Einrichtungen haben im Rahmen dieses Großprojekts die Möglichkeit, eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Bedarfsanalyse zur psychosozialen und physischen Gesundheit durchzuführen. Allein im Zeitraum 2019 bis 2021 haben über 50 Organisationen daran teilgenommen. Hier ein paar interessante Erkenntnisse:

  • Über 27 Prozent der Befragten geben an, dass die Führungskraft die Arbeit in geringem oder sehr geringem Maß gut plant.
  • Drei von fünf Befragten verspüren manchmal, meistens oder immer an einem normalen Arbeitstag das Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf.
  • Rund ein Drittel der Befragten fühlte sich vor der Corona-Pandemie durch das Pendeln zur Arbeit teilweise oder sogar stark/sehr stark belastet.
  • Lediglich 45 Prozent der Befragten geben an, dass die Führungskraft der Arbeitszufriedenheit in hohem oder sehr hohem Maß einen Stellenwert beimisst.

Diese und weitere Herausforderungen bringt die digitale Arbeitswelt für die Gesundheit von Unternehmen und Beschäftigten also mit sich.

Beispiele für vertiefende Fragen im Rahmen der Studie #whatsnext2020

In Zusammenarbeit mit der TK und Haufe haben wir letztlich vertiefende Fragen zu den wichtigsten Zukunftsthemen im BGM abgeleitet. Darunter u. a.:

  • Welche konkreten Angebote im Bereich Führung braucht es vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeitswelt?
  • Wie kann lebenslanges Lernen im Unternehmen tatsächlich gelebt werden?
  • Was tun Unternehmen gegen die zunehmenden Störungen am Arbeitsplatz?
  • Welche Anforderungen stellt der Datenschutz an das Betriebliche Gesundheitsmanagement?
  • Wie muss ein zukunftssicheres BGM für Unternehmen und Organisationen aufgebaut sein?

Studienpartner

IFBG

Das IFBG ist 2013 aus einem Zusammenschluss von Wissenschaftlern der Universitäten Konstanz und Karlsruhe (KIT) entstanden. Heute zählen wir zu den führenden BGM-Beratungsinstitutionen Deutschlands. Neben Analysen dabei vor allem Mitarbeiterbefragungen, psychische Gefährdungsbeurteilungen und Studien führen wir auch bedarfsorientierte Maßnahmen in Unternehmen und im Öffentlichem Dienst durch.

Techniker Krankenkasse

Die Techniker Krankenkasse (TK) ist mit 10,4 Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenversicherung Deutschlands. Über 800.000 Firmenkunden machen auch das BGM zu einem wichtigen Thema für die qualitativ hochwertige und bedarfsorientierte Betreuung der Unternehmen durch die Techniker Krankenkasse. Seit 2016 arbeiten TK und IFBG im Rahmen von BGM-Analysen und BGM-Maßnahmen zusammen.

Haufe

Die Haufe-Group mit ihren Marken Haufe, Haufe Akademie und Lexware ist einer der deutschlandweit führenden Anbieter für digitale Arbeitsplatzlösungen und Dienstleistungen sowie im Bereich Aus- und Weiterbildung. Aus den Kernbereichen eines erfolgreichen Verlagsgeschäftes hat sich die Haufe Group konsequent zu einem Spezialisten für digitale und webbasierte Services entwickelt.

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