Konflikte am Arbeitsplatz

„Wenn es zwischen zwei oder mehreren Personen zu Spannungen kommt, die sich nur schwer lösen lassen, spricht man von einem Konflikt. Aufgrund der räumlichen Nähe, des ständigen Zusammenseins und aufgrund von unterschiedlichen Persönlichkeiten, Werten, Kulturen, Interessen oder Zielen kommt es am Arbeitsplatz oft und rasch zu Konflikten.

Welche sozialen Konflikte am Arbeitsplatz gibt es?

Experten unterscheiden u. a. diese Konflikttypen:

Rollenkonflikte: Wer sehr unterschiedliche Funktionen erfüllen muss, womöglich in verschiedenen Teams, empfindet häufig Rollenkonflikte.
Beispiel: Ein Mitarbeiter ist zum Chef aufgestiegen und muss nun einen alten Kollegen entlassen.

Entscheidungskonflikte: Wer im Beruf wichtige Entscheidungen treffen muss, zweifelt oft, welche Wahl die beste ist.

Verteilungskonflikte: Konkurrenz gehört zum Berufsalltag. Wer schafft den Aufstieg, kommt ins höher angesehene Team, darf zu Fortbildungen oder Messen? Verteilungskonflikte lassen sich mit Transparenz und einer fairen Zuteilung von Ressourcen am besten beilegen.

Ziel- und Wertkonflikte: Unterschiedliche Vorstellungen über Strategien, Wert- und Zielvorstellungen, die sich widersprechen, etc. sind konfliktträchtig. Wenn die „Kontrahenten“ sich darüber aussprechen, erreicht man leichter einen gemeinsamen Nenner.

Sachkonflikte: Nicht immer sind Mitarbeiter sich über Ziele, Maßnahmen und Vorgehensweise. Im Gespräch lassen Sachkonflikte sich oft lösen.

Beziehungskonflikte: Sie sind – offen oder verdeckt – bei vielen, wenn nicht sogar den meisten Konflikten präsent. Missverständnisse, Feindseligkeiten oder Konkurrenz schaukeln sich oft so auf, dass es zu einem Ausbruch kommt. Das Ereignis, an dem der Konflikt sich entzündet, muss mit dem wirklichen Grund des Konflikts nichts zu tun haben.

Wichtig: Die Person, die womöglich heftige Emotionen zeigt, ist keinesfalls für den Konflikt verantwortlich. Kollegen können andere auch mit sogenannter passiver Aggression reizen, die Unbeteiligten nicht sofort auffällt.

Beziehungskonflikte können beigelegt werden, wenn alle Beteiligten sachlich und konstruktiv kommunizieren, eventuell mit Hilfe eines Mediators.“

Fragen aus dem Fragebogen:

1. Wie oft hatten Sie in den letzten drei Monaten an Ihrem Arbeitsplatz Konflikte mit Vorgesetzten?
2. Wie oft hatten Sie in den letzten drei Monaten an Ihrem Arbeitsplatz Konflikte mit Kolleg/innen?

Quelle:
https://www.haufe.de/arbeitsschutz/gesundheit-umwelt/soziale-konflikte-am-arbeitsplatz-beispiele-loesungen_94_536816.html

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