Warum positives Denken wichtig ist

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Maike Sauermann

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Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, kommen bei jedem von uns ca. 60.000 einzelne Gedanken pro Tag auf. Dabei wird zwischen positiven, negativen und neutralen Gedanken unterschieden. Studien gehen davon aus, dass nur 3 % der täglichen Gedanken mit einer positiven Bewertung konnotiert sind, wohingegen wir ca. 24 % negative Gedanken haben (Akademie für Neuromentaltraining, 2020). Der Rest unserer Gedanken ist ohne sonderliche Bewertung. Natürlich machen negative wie auch positive Gedanken etwas mit unseren Gefühlen und unserem Wohlbefinden. Darum ist es besonders wichtig, achtsam mit seinen Gedanken umzugehen und sich bewusst zu machen, wie wichtig positives Denken für das eigene Wohlbefinden ist (Akademie für Neuromentaltraining, 2020).

Was machen Gedanken mit uns?

Bei jedem neuen Gedanken werden Botenstoffe ausgeschüttet. Je nach Bewertung des Gedankens werden beispielsweise Adrenalin, Serotonin oder Endorphine ausgeschüttet und Emotionen hervorgerufen, die unsere Stimmung beeinflussen. Auch körperliche Veränderungen können wir wahrnehmen, zum Beispiel durch Schwitzen, Zittern oder einem „Kloß im Hals“. Der einzige Ansatz für positives Denken und ein gutes Selbstwertgefühl besteht darin, seine Gedanken so gut es geht wahrzunehmen und positives Denken zu trainieren (Akademie für Neuromentaltraining, 2020).

Das Hochstapler-Syndrom

Viele Beschäftigte sind mit ihrer beruflichen Leistung unzufrieden oder leiden sogar an dem am sogenannten Hochstaplersyndrom. Das Hochstaplersyndrom ist gekennzeichnet durch starke Selbstzweifel im Beruf und durch den Gedanken, seinen Job nur durch Glück und nicht durch Leistung bekommen zu haben. Dadurch sinkt das Selbstwertgefühl, der Job bereitet weniger Freude und auch der persönliche wie berufliche Erfolg bleibt aus. Negative Gedanken lähmen uns und machen uns weniger produktiv. Es lohnt sich also, gerade auf der Arbeit, optimistisch zu sein und eine positive Denkweise zu fördern und zu trainieren (Fuchs, 2020), (Martins, 2022).

Tipps für mehr positive Gedanken

Dankbarkeitstagebuch führen: Schreiben Sie jeden Abend drei bis fünf Dinge auf, für die Sie an dem Tag besonders dankbar sind. Durch diese Übung können Sie den Tag nochmal Revue passieren lassen und sich die positiven Geschehnisse ins Gedächtnis rufen.

Komplimente machen: Machen Sie sich selbst oder anderen Komplimente. Versuchen Sie während der Arbeit einer Kollegin oder einem Kollegen ein ernst gemeintes Kompliment oder Lob zu geben, egal ob arbeitsbezogen oder privat. Ein kleines Kompliment ist schnell ausgesprochen und bleibt bei der Kollegin oder dem Kollegen lange im Gedächtnis.

In einem Fehler das Gute sehen: Aus allen Situationen, die Sie durchleben, können Sie etwas Positives ziehen. Sie können sich beispielsweise die Frage stellen, was Sie daraus gelernt haben und wie Sie es beim nächsten Mal besser machen können. Machen Sie sich bewusst, dass Situationen nicht automatisch positiv oder negativ sind, sondern Sie eine Situation nach Ihrem Ermessen bewerten.

Vergleiche vermeiden: Wir neigen dazu, uns in allen Lebensbereichen mit anderen zu vergleichen. Natürlich ist man nicht in allen Lebensbereichen perfekt und könnte hier und da etwas optimieren. Aber oft vergessen wir, unsere Mitmenschen auch nicht perfekt sind und sich ebenfalls mit anderen vergleichen. Fokussieren Sie sich auf sich und schätzen Sie sich selbst wert.

Gedanken-Stopp-Methode: Wenn Sie ein negativer Gedanke plagt, können Sie die Stopp-Methode anwenden. Dafür sagen Sie einfach innerlich laut „Stopp“ und stellen sich vor Ihrem inneren Auge mit allen Sinnen ein Stopp-Schild vor. So trainieren Sie, Ihre Gedanken zu steuern und finden den Weg raus aus dem (negativen) Gedankenkarussell.

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Quellen:

  • Akademie für Neuromentaltraining (2020). Denken und Neuroplastizität.
  • Fuchs, N. (2020). Positives Denken im Job – So hilft es dir im Berufsalltag. Online Marketing.de
  • Hebling, H. (2020). Positiv Denken lernen: 7 Experten-Tipps. AOK Baden-Württemberg.
  • Martins, J. (2022). Hochstapler Syndrom: 15 Tipps, um Selbstvertrauen zu erlangen. asana