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Aus den Aktivitäten des IFBG

15
September 2018

Sustainable Management: BGM als Säule einer nachhaltigen Unternehmensführung

Dr. Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) spricht in einem Interview mit der Huffington Post über das Thema Nachhaltigkeit, die Verknüpfung zur Gesundheit und wie Nachhaltigkeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) verstanden werden kann. 

Huffington Post: Weshalb gehören die Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit zusammen und sind für Unternehmen und die Gesellschaft von so entscheidender Bedeutung?

Dr. Utz Niklas Walter: Mein vorher genanntes Verständnis macht es nicht ganz einfach, Nachhaltigkeit und Gesundheit sinnvoll zusammenzubringen. Ich würde es mal so formulieren: Wenn wir als Unternehmen und Gesellschaft dauerhaft leistungsfähig bleiben wollen, müssen wir der individuellen Gesundheitsförderung einen hohen Stellenwert beimessen. Während man in der Politik häufig von Ressourcenschonung spricht, sprechen wir im Gesundheitskontext von Ressourcenstärkung bei gleichzeitiger Reduktion der Anforderungen. Das könnte man als nachhaltige Gesundheitspolitik bezeichnen. 

Huffington Post: Warum sollte die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) bzw. das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung bzw. eines nachhaltigen HRM sein?

Dr. Utz Niklas Walter: Trotz Digitalisierung und Roboterisierung wird der Mensch mit seinen Fähigkeiten für die meisten Unternehmen weiterhin unabdingbar sein. Der Erhalt seiner Leistungsfähigkeit steht daher auch in Zukunft an oberster Stelle. Eine nachhaltige Unternehmenspolitik hat in diesem Zusammenhang nicht nur die Krankheitskosten und die Produktivität im Blick, sondern auch Aspekte wie Mitarbeitermotivation oder Personalgewinnung. Hier wissen wir inzwischen, dass die Betriebliche Gesundheitsförderung ebenfalls positiv wirken kann. 

Huffington Post: Das Thema BGM bewegt die Unternehmen seit vielen Jahren. Wo stehen wir beziehungsweise die Unternehmen im Bereich BGM in Deutschland?

Dr. Utz Niklas Walter: Während Unternehmen in den USA auch aufgrund der Unterschiede im Gesundheitssystem bereits vor der Jahrtausendwende kräftig in die BGF investiert haben, gab es diesen Schub bei uns erst in den vergangenen zehn Jahren. Inzwischen befassen sich auch schon kleine Mittelständler und staatliche Behörden mit dem Thema, junge Start-Ups sowieso. Insgesamt würde ich behaupten, dass Deutschland gemeinsam mit den skandinavischen Ländern, Großbritannien, der Schweiz und Österreich eine Führungsrolle in Europa einnimmt. Allmählich starten wir aber auch die ersten Projekte in Osteuropa, wo vielerorts ein anderes Gesundheitsverständnis vorherrscht. Hier stehen erst einmal Gesundheitsaktionen zur Sensibilisierung der Beschäftigten im Vordergrund, weniger strukturelle Veränderungen. 

Hier gelangen Sie zum ausführlichen Interview mit der Huffington Post.

Tags: BGM, BGF, Sustainable Management, nachhaltige Unternehmensführung