Drei gute Gründe, sich gerade jetzt mit dem Thema Digitale Balance zu beschäftigen

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Maike Sauermann

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Team Maßnahmen
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Die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt geht mit einer Reihe von Veränderungen einher, die für Organisationen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vielen Vorteilen verbunden sein können. Dazu gehört die immer enger werdende Vernetzung von Mensch und Maschine (z. B. durch Assistenzsysteme, Exoskelette, 3D-Druck) und damit zusammenhängend ein Wandel in der Arbeitsorganisation vieler Organisationen. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien helfen uns außerdem dabei, im Alltag effizienter zu arbeiten und eröffnen zunehmend die Möglichkeit einer ortsunabhängigen, virtuellen Zusammenarbeit.

Grundlage für diese Entwicklung ist die immer verbreitetere Nutzung digitaler Endgeräte wie PCs, Smartphones und Tablets. Neben der oftmals exzessiven Nutzung im privaten Umfeld sind diese seit Ausbruch des Coronavirus zusätzlich ein fester Bestandteil vieler Arbeitsplätze geworden. Im Jahre 2021 lag die durchschnittliche Bildschirmzeit in Deutschland bei zehn Stunden (Bitkom, 2021). Dabei sind sich viele Beschäftigte der gesundheitlichen Risiken ihres Nutzungsverhaltens nicht bewusst.

Exzessive Mediennutzung privat und im Beruf 

Noch nie wurden digitale Medien so häufig und intensiv genutzt wie heute. Wenn Beschäftigte nicht durch gezielte Entspannung oder digitale Freizeit für „Digitale Balance“ sorgen, kann digitaler Stress entstehen. Dieser Stress kann zu einer subjektiven Zunahme der Arbeitsbelastung führen (Holler, 2017) und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten nachhaltig beeinträchtigen (Gimpel et al., 2018). 

Indem Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z. B. im Rahmen eines innovativen Erlebnis-Parcours über die Bedeutung „Digitaler Balance“ aufklären, können die genannten Gesundheitsrisiken erkannt und im eigenen Alltag behoben werden. Durch den Parcours erhalten Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur eine Reihe wertvoller Tipps zum gesunden Umgang mit digitalen Medien. Sie haben auch die Möglichkeit durch eine systematische Analyse und Zielsetzung ihr eigenes Nutzungsverhalten zu hinterfragen und ggf. erste Änderungen angehen. Somit bekommen Ihre Beschäftigten die entscheidenden Werkzeuge an die Hand, um selbstbestimmt dafür sorgen zu können, langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Widerstände gegen Digitalisierung

Im Zuge von digitalen Veränderungsprozessen zeigen sich in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen immer wieder Widerstände, die häufig mit vorherrschenden Vorbehalten und Ängsten zusammenhängen (z. B. vor zusätzlicher Arbeit und technischer Überforderung). Diese können durch Transparenz und Partizipation aller Betroffenen minimiert werden.

Wenn Sie „Digitale Balance“ – gerade während Digitalisierungsprozessen – zum Thema machen, zeigen Sie, dass Sie die Bedenken Ihrer Beschäftigten ernst nehmen und können diese ggf. in Ihrer weiteren strategischen Planung berücksichtigen. Zusätzlich unterstreichen Sie hierdurch Ihr Interesse an der Zufriedenheit und Gesundheit Ihrer Beschäftigten trotz notwendiger Veränderungen, was sich positiv auf die Veränderungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken kann.

Wandel im Führungsverständnis

Im Zuge der Corona-Pandemie sind die Zahlen zur Nutzung des digitalen Home-Office explodiert. Während vor der Pandemie knapp 4 % der Beschäftigten in Deutschland im Homeoffice tätig waren, arbeiteten im Januar 2021 bereits 24 % von zuhause (Statista, 2021). Hierdurch sind Führungskräfte heutzutage mit völlig anderen Aufgaben konfrontiert als noch vor einigen Jahren: Führung wird zunehmend digital und virtuell, entwickelt sich weg von Autorität, hin zu mehr Vertrauen und Augenhöhe (Weber et al., 2018) und erfordert Agilität sowie synergetische (Team-)Führung anstatt der starren Führung Einzelner. Dabei tragen Führungskräfte weiterhin die Verantwortung für die Leistung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für gesunde Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeitszeiten im Home-Office), auch wenn sie diese heute weniger denn je unter Kontrolle haben (können). 

Indem Sie „Digitale Balance“ im Rahmen eines Workshops zum Team-Thema machen, unterstützen Sie die Führungskräfte Ihres Unternehmens dabei, gesunde Führung auch in der digitalen Welt leben und umsetzen zu können.

Möchten Sie mehr über das aktuelle Thema Digitale Balance erfahren? Wenden Sie sich gerne an Maike Sauermann oder laden Sie sich hier unsere aktuellen Angebote herunter.

Quellen:

  • Lexa (2021). Fit für die digitale Zukunft: Trends der digitalen Revolution und welche Kompetenzen Sie dafür brauchen.
  • Bitkom (2021). Zwei Jahre Corona: Jeden Tag 10 Stunden am Bildschirm.
  • Holler (2017). DGB-Index Gute Arbeit: Verbreitung, Folgen und Gestaltungsaspekte der Digitalisierung in der Arbeitswelt.
  • Gimpel et al. (2018). Digitaler Stress in Deutschland. Eine Befragung von Erwerbstätigen zu Belastung und Beanspruchung durch Arbeit mit digitalen Technologien.
  • Statista (2021). Homeoffice und mobiles Arbeiten.
  • Weber et al. (2018). Die Notwendigkeit von Führung in einer digitalisierten Arbeitswelt – eine Netnografie. baua: Fokus.