How's work: Flüssigkeitsaufnahme in Organisationen

Bente Püschel

Project Manager
Team Maßnahmen
Team New Work
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Der menschliche Körper verliert täglich Wasser über die Nieren und die Haut. Damit der Organismus leistungsfähig bleibt, muss diese verlorene Flüssigkeit wieder über die Nahrung und das Trinken zugeführt werden (Föller, 2021). Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), täglich mindestens 1.5 Liter zu trinken (DGE, 2017). Wird diese Menge unterschritten, kann es zu Konzentrations- sowie Kreislaufproblemen und Müdigkeit kommen. Weitere Informationen dazu auch in der TK-Trinkstudie: „Trink Was(ser), Deutschland!“

Zentrale Ergebnisse der Beschäftigtenstudie How’s work? Was Beschäftigte in Deutschland bewegt und belastet

Fast zwei Drittel von insgesamt 10.866 befragten Beschäftigten kommen auf die empfohlene Trinkmenge von 1.5 Liter pro Tag (61.3%). Dies  bedeutet aber auch, dass fast 40% der Beschäftigten zu wenig trinken.

Bei der Flüssigkeitsaufnahme existieren Unterschiede zwischen den Geschlechtern (X²(1) = 133.785, p = .000, n = 9.947). Männliche Beschäftigte geben häufiger an, 1.5 Liter pro Tag zu trinken (66.5%) als weibliche Beschäftigte (55.0%). Damit überschreitet beinahe jede Zweite die 1.5-Liter-Schwelle nicht. Betrachtet man verschiedene Altersgruppen innerhalb der Stichprobe, erkennt man statistische Unterschiede (X²(3) = 36.352, p = .000, n = 10.156) mit einem klaren Trend: Je älter die Gruppe, desto seltener wird die 1.5-Liter-Schwelle überschritten. Mit Abstand am häufigsten erreichen die Beschäftigten unter 30 Jahre die täglichen 1.5 Liter (67.1%). Damit heben sie sich statistisch signifikant von den anderen Gruppen ab. Der größte Unterschied besteht zu der Gruppe 50 und älter, in welcher nur 58.7% der befragten Beschäftigten mehr als 1.5 Liter am Tag trinken. Des Weiteren ergeben sich Unterschiede je nach Organisationsform (X²(1) = 30.167, p = .000, n = 10.866). Beschäftigte aus Wirtschaftsunternehmen (62.4% über 1.5 Liter) sind „durstiger“ als Beschäftigte Öffentlicher Einrichtungen (55.3% über 1.5 Liter). Bei genauerer Betrachtung der Organisationsgröße zeigt sich: Beschäftigte aus kleinen und mittleren Organisationen trinken im Schnitt mehr (63.2% über 1.5 Liter) als Beschäftigte aus Großorganisationen (59.5% über 1.5 Liter). Zuletzt zeigen sich geographische Unterschiede (X²(1) = 5.265,p = .000, n = 9.876). Die
Beschäftigten aus Organisationen mit Sitz im Osten Deutschlands trinken tendenziell weniger (59.7% über 1.5 Liter) als die Beschäftigten aus Organisationen mit Sitz im Westen der Republik (62.5% über 1.5 Liter).

Handlungsbedarf beim Thema Ernährung und Trinken

Insgesamt 48.5% der befragten Beschäftigten sehen einen Handlungsbedarf im Bereich der Ernährungsberatung. Dabei ergeben sich statistisch bedeutsame Unterschiede in Abhängigkeit davon, wie viel getrunken wird (X²(1) = 7.00, p = .008, n = 6.241): 50.7% der Personen, die weniger als 1.5 Liter am Tag trinken, sehen hier Handlungsbedarf, wohingegen es bei Personen, die mehr als 1.5 Liter trinken nur 47.3% sind.

Mehr zum Thema Ernährung und Trinken erfahren Sie auf der entsprechenden Landingpage und in unserem 3D-Ernährungs- und Trink-Parcours

Wenden Sie sich bei Fragen direkt an unsere Ernährungsexpertin Bente Püschel

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