Trinken am Arbeitsplatz — ein vernachlässigtes Handlungsfeld

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Trinken am Arbeitsplatz

Warum ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr so wichtig für uns?

Immer schön flüssig zu bleiben ist für uns Menschen lebensnotwendig. Unser Körper besteht zu mehr als 50 % aus Wasser, das in uns vielfältige Aufgaben übernimmt. Zum Beispiel ist Wasser wichtig zur Erfüllung lebenswichtiger Aufgaben wie z. B. das Ausscheiden giftiger Stoffwechselprodukte und die Regulation der Körpertemperatur. Zudem dient Wasser als Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe, Elektrolyte, Blutzellen und Hormone (Hollmann & Strüder, 2009). Über den Tag müssen wir unseren Wasserhaushalt ständig aufrechterhalten, da wir beim Schwitzen und Atmen ständig Wasser verlieren. Wenn ein Durstgefühl eintritt, besteht bereits ein Flüssigkeitsmangel (Marquardt et al.. 2007). Bereits ein Wassermangel von 2 % führt zu einer verminderten Leistungsfähigkeit (Armstrong & Epstein, 1999).


Was hilft uns, während der Arbeitszeit genug zu trinken?

Die folgenden Tipps helfen Ihnen bzw. Ihren Beschäftigten, das eigene Trinkverhalten im Tagesverlauf zu reflektieren und die Flüssigkeitsaufnahme zu steigern:

  • Zwar nehmen wir auch über die Nahrung Flüssigkeit zu uns. Als erwachsene Person sollten Sie dennoch zusätzlich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit im Tagesverlauf trinken. 
  • Stellen Sie stets ein Getränk in Sichtweite auf, so greifen Sie meist auch unbewusst zur Trinkflasche oder zum Glas.
  • Trinken Sie zu jeder Mahlzeit mindestens ein Glas – am besten Wasser. Das können Sie sehr schön als Faustregel festlegen.
  • Etablieren Sie weitere feste Trinkrituale. Ein Beispiel: Jedes Mal, wenn Sie im Büro aufstehen, trinken Sie ein halbes Glas Wasser.
  • Wasserreiche Obst- und Gemüsesorten können auch gegen Flüssigkeitsmangel helfen – und erfrischen zusätzlich! Dazu gehören v. a. Melonen, Orangen, Gurken und Tomaten.
  • Lassen Sie sich von digitalen Helferchen unterstützen! Trink-Wecker, Smart Bottles und Trink-Apps können Sie tatsächlich dabei unterstützen, regelmäßig ans Trinken zu denken.
  • Säfte sind nicht als Alternative zu Wasser geeignet, da sie sehr viel Fruchtzucker enthalten. Ein Glas Saft sollten Sie lieber wie eine Portion Obst behandeln. Und Finger weg vom Nektar! Er darf bis zu 20 % zugesetzten Zucker enthalten.
  • Immer nur Wasser ist Ihnen zu langweilig? „Pimpen“ Sie Ihr Wasser! Nehmen Sie doch ein paar Ingwer- oder Zitronenscheiben und gießen Sie diese mit Wasser auf. Noch erfrischender sind ein paar Blätter Minze. Ungesüßte Früchte- und Kräutertees (im Sommer aus dem Kühlschrank) sowie Fruchtschorlen sind weitere Alternativen.
  • Ob Sie Sprudel- oder Leitungswasser trinken, ist letztlich Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Leitungswasser ist jedoch günstiger, umweltschonender, (fast) überall verfügbar und enthält schon vieles, was Ihr Körper braucht. 
  • Denken Sie auch vor, während und nach dem Sport daran, besonders viel zu trinken. Bei einer Stunde Sport mit mittlerer Intensivität verlieren wir einen halben bis einen Liter Flüssigkeit durch das Schwitzen. Das sollte natürlich kompensiert werden. Auch hier gilt: Eine Flasche in greifbarer Nähe fördert das Trinken.

Den Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten ist Grundlage einer gesunden Ernährung. Erwachsene sollten am Tag mindestens 1,5 Liter Wasser trinken, damit Körperfunktionen optimal ablaufen können.

Dr. Mark Hübers, Ernährungsexperte, IFBG

Jakob Rittmeyer Portrait

Schmeckt nicht, gibt’s nicht! Spezielle Geschmacksgeber, sogenannte Botanicals, verleihen jedem Wasser ein besonderes Geschmackserlebnis. Zudem helfen sie, den Wasserhaushalt über den Tag hinweg stabil zu halten.

Jakob Rittmeyer, Ernährungsexperte, IFBG