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Aus den Aktivitäten des IFBG

02
Februar 2018

Ein Plädoyer für den Mittagsschlaf im Arbeitsalltag

35 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg wünschen sich tagsüber ein Nickerchen, teilte die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) kürzlich in Freiburg mit. Bundesweit seien es 29 Prozent. Die Umfrage wurde im Auftrag der TK vom Meinungsforschungsinstitut Forsa erstellt.

Dieser Wunsch kollidiere meist mit dem Arbeitsleben. „Wir sehen hier die Arbeitgeber in der Pflicht, durch Gleitzeitregelungen und Rückzugsräume die Möglichkeit für ein sogenanntes Power-Napping zu schaffen“, sagt der Leiter der TK-Landesvertretung, Andreas Vogt. Das sei gut für die Gesundheit der Arbeitnehmer – und auch für die Arbeitgeber.

Unterstützung erhält er mit seiner Forderung aus der Wissenschaft. Ein kurzer Schlaf am Nachmittag bringe Produktivitätszuwächse und höheres Wohlbefinden, sagt der Schlafexperte Dr. Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG). Studien zufolge sei ein Schlaf von maximal 15 Minuten vom Zeitpunkt des Einschlafens an besonders empfehlenswert, da das zu unmittelbaren Leistungsverbesserungen führe, die bis zu drei Stunden anhielten. „Wer seinem Schlafbedürfnis zur richtigen Zeit nachgeben kann, ist hinterher leistungsfähiger und effizienter“, meint Walter. Wenn möglich, sollten Betriebe einen Ruheraum für Beschäftigte einrichten, fordert der Experte. „Irgendein leerstehender Kellerraum ist allerdings ungeeignet. Es muss ein schöner, zentral gelegener Raum sein, in dem klare Verhaltens- und Diskretionsregeln gelten.“ Am besten werde das mit einer Informationskampagne verbunden. Das nehme dem Mittagsschlaf am Arbeitsplatz sein schlechtes Image.

Wenn Sie Fragen zum Themenfeld Schlaf und Erholung haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren oder hier unsere Slideshow herunterladen. Darin zeigen wir u. a. auf, welche Maßnahmen Unternehmen und Behörden ergreifen können, um ihre Beschäftigten in Bezug auf den Schlaf besser zu unterstützen.

Tags: Schlaf und Erholung