Startseite • Mitarbeiterbefragungen • Studien • Studienprojekte von IFBG im Jahr 2025 – Insights, Trends und Handlungsempfehlungen
Auch im Jahr 2025 hat IFBG wieder spannende Studienprojekte durchgeführt, die wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt von heute und morgen liefern. Von der neuesten Auflage Deutschlands größter BGM-Trendstudie #whatsnext bis zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Arbeitswelt – die Ergebnisse bieten neue Erkenntnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen für Organisationen.
In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die jeweils fünf wichtigsten Erkenntnisse aus den diesjährigen Studienprojekten von IFBG.
Gerne vertiefen wir auch die Studienerkenntnisse in einem Vortrag und stellen Ihnen die zentralen Ergebnisse unserer Studien mit praxisnahen Handlungsempfehlungen vor: von konkreten Angeboten für Beschäftigte bis hin zu strategischen Ansätzen für Führung und Struktur. Inhalte und Fokus stimmen wir gerne individuell auf Ihre Organisation ab. Hier erfahren Sie mehr.
Health and Work Barometer
Worauf achten Schulabsolventinnen und Schulabsolventen bei der Wahl ihrer zukünftigen Ausbildungsstätten?
IFBG hat in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse und AUBI-plus innerhalb eines halben Jahres (April bis September 2024) über 2500 Jugendliche und junge Erwachsene hinsichtlich ihrer Bedürfnisse und Wünsche an ihren späteren Ausbildungsweg befragt. Dabei sind wichtige Hinweise und Empfehlungen für Hochschulen und Unternehmen herausgekommen.
- Hohe Relevanz der psychischen Gesundheit. Über ein Viertel (29.0 %) der Befragten leidet regelmäßig unter einer emotionalen Erschöpfung – darauf müssen sich Hochschulen und Unternehmen einstellen.
- Ausbildungsbetriebe sollten Orientierung bieten. Fast ein Drittel (32.1 %) der Befragten hat noch keine Pläne nach dem Schulabschluss. Unternehmen und Hochschulen sollten ihre Chance nutzen und die Schülerinnen und Schüler über eine berufliche Ausbildung oder ein Studium informieren.
- Modernität und Verwendung von modernen Technologien sind von hoher Relevanz. Den befragten Schülerinnen und Schülern ist die Modernität der Ausbildungsstätte sowie die Verwendung moderner Technologien in ihrer Ausbildung sehr wichtig – unabhängig von soziodemographischen Merkmalen, dem Schulabschluss oder dem Gesundheitszustand. Dies sollte bei der Einrichtung und Qualifizierung des Ausbildungs- und Lehrpersonal berücksichtigt werden.
- Eine gute Einarbeitung/Einführung als besonders relevantes Merkmal. Unternehmen und Hochschulen können die zukünftigen Schulabsolvierenden unterstützen, indem sie Einführungsveranstaltungen und strukturierte Onboarding-Programme etablieren.
- Der Gesundheitszustand hat einen großen Einfluss auf die Ausbildungswahl. Schülerinnen und Schüler, die psychisch belastet sind, achten besonders auf soziale Angebote, eine gesundheitsförderliche Gestaltung der Ausbildung und eine gute Einführung und Unterstützung durch Dozierende und Ausbildende.
#whatsnext 2025
Gesund arbeiten in herausfordernden Zeiten
In diesem Jahr geht die Studienreihe #whatsnext in die vierte Runde und widmet sich unter dem Titel „#whatsnext 2025 – Gesund arbeiten in herausfordernden Zeiten“ aktuellen Entwicklungen wie der Wirtschaftslage, Künstlicher Intelligenz und der Diskussion um die Vier-Tage-Woche. Mit unserem Whitepaper „Kennzahlen im BGM als Erfolgsfaktor – Mit Daten wirksam steuern“ lernen Sie die wichtigsten theoretischen Grundlagen rund um Kennzahlen im BGM kennen und erhalten praktische Tipps und Einblicke in die Praxis.
Datenbasierte Steuerung steigert Zufriedenheit und Attraktivität. Fast 70 % der Organisationen führen regelmäßig Mitarbeitendenbefragungen durch. Ihr volles Potenzial entfalten sie nur, wenn die Ergebnisse in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Befragungen sollten daher fest in der BGM-Strategie verankert werden.
Gesetzliche Pflichten werden noch unzureichend umgesetzt. Nur rund die Hälfte der Organisationen (52 %) setzt die gesetzlich vorgeschriebene psychische Gefährdungsbeurteilung um. Sie liefert wichtige Hinweise auf Belastungen und sollte effizient und systematischdurchgeführt werden.
Ganzheitliches BGM bleibt die Ausnahme
Nur 27 % der Organisationen haben ein umfassendes BGM etabliert. Viele sehen BGM noch als „Nice-to–have“. Dabei steigert ein strategisch verankertes, ganzheitliches BGM Motivation, Gesundheit und Wettbewerbsfähigkeit.Neue Arbeitsmodelle wie 4-Tage-Woche bringen Chancen und Risiken
33 % der HR- und Gesundheitsverantwortlichen sehen positive Effekte, während Geschäftsführende skeptischer sind. Potenziale liegen in höherer Arbeitgeberattraktivität und Bindung, Risiken vor allem in Arbeitsverdichtung.- Führung, Vertrauen und Flexibilität sind Schlüssel
Gesunde Führung, Vertrauenskultur und flexible Strukturen steigern Produktivität und Motivation. Besonders in Zeiten von KI, neuen Arbeitsmodellen und wirtschaftlichen Herausforderungen sind Beschäftigtengespräche und Anpassungsfähigkeit zentrale Erfolgsfaktoren.
Vertiefung von Studienerkenntnissen –
maßgeschneidert für Ihre Organisation.
Bereits über 35 Organisationen haben von unseren Vorträgen profitiert, in denen wir zentrale Studienergebnisse vorstellen und praxisnahe Handlungsempfehlungen ableiten. Inhalte und Fokus passen wir individuell auf Ihre Bedürfnisse an – von konkreten Angeboten für Beschäftigte bis hin zu strategischen Ansätzen für Führung und Struktur.
TK-Gesundheitsreport 2025: Macht das Wetter krank?
Der Einfluss des Klimawandels auf die Arbeitswelt
IFBG untersuchte für den diesjährigen Gesundheitsreport gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Befragt wurden fast 1.000 Beschäftigte und 350 Arbeitgeber, deren Antworten neue Einblicke in Wünsche, Bedürfnisse sowie umgesetzte Maßnahmen und Herausforderungen bieten.
Klimawandel macht Sorgen – besonders bei körperlicher Arbeit
Über zwei Drittel der Beschäftigten (69 %) sind besorgt, besonders wer schwer körperlich oder im Außenbereich arbeitet. Arbeitgeber sollten Rahmenbedingungen schaffen, die Belastungen mindern und nachhaltiges Verhalten fördern.Klimawandel beeinflusst die Arbeit spürbar
60 % der Beschäftigten sehen Auswirkungen auf ihre Arbeit – Arbeitgeber nehmen dies deutlich geringer wahr (39 %). Maßnahmen zur Anpassung und Sensibilisierung sind daher dringend nötig.Offene Kommunikation stärkt psychisches Wohlbefinden
Die Art und Weise, wie der Arbeitgeber mit dem Klimawandel umgeht, steht im Zusammenhang mit dem psychischen Wohlbefinden der Beschäftigten. Regelmäßige, transparente Kommunikation sollte daher Priorität haben.Psychische Gesundheit im Fokus der Klimaanpassung
Klimabedingte Belastungen wirken sich auf die mentale Gesundheit aus. Arbeitgeber sollten gezielt Maßnahmen zur Förderung psychischer Gesundheit anbieten und Risiken z. B. über psychische Gefährdungsbeurteilungen erfassen.- Co-Benefits und externe Unterstützung nutzen. Maßnahmen wie Fahrrad-Leasing oder klimafreundliche Arbeitsmaterialien fördern gleichzeitig Gesundheit und Klimaschutz. Arbeitgeber können zudem Unterstützung von Berufsgenossenschaften und anderen Akteuren einbeziehen, um Anpassungen langfristig umzusetzen.
Online-Kultur
Gemeinsam mit der DAK-Gesundheit hat IFBG zum Abschluss dieses Jahres eine spannende Studie zum Thema Online-Kultur veröffentlicht. Dafür wurden fast 1.000 Beschäftigte und 30 Unternehmensverantwortliche zu Themen rund um das Arbeiten im Homeoffice befragt. Neben sechs verschiedenen Homeoffice-Typen sind dabei auch spannende Erkenntnisse für Unternehmen rausgekommen:
Individuelle Bedürfnisse im Homeoffice erfordern flexible Arbeitsmodelle.
Es existieren unterschiedliche Homeoffice-Typen mit variierenden Bedürfnissen und Erwartungen. Eine Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen Homeoffice-Tagen führt zu Unzufriedenheit – ein Drittel würde bei fehlender Flexibilität sogar den Arbeitgeber wechseln. Unternehmen sollten daher individuelle Präferenzen kennen, flexible Arbeitszeitmodelle anbieten und Führungskräfte befähigen, diese Vielfalt zu managen.Kultur und Führung sind entscheidend für Gesundheit und Motivation
Nicht die Anzahl der Homeoffice-Tage, sondern eine wertschätzende Unternehmenskultur, klare Strukturen und gute Führung beeinflussen Zufriedenheit, Engagement und Gesundheit der Beschäftigten. Organisationen sollten gezielt in die Entwicklung einer gesunden Führungskultur investieren und Führungskräfte im Umgang mit hybriden Teams unterstützen.Soziale Verbundenheit bleibt zentral – trotz digitaler Arbeit
Während Homeoffice Flexibilität und Konzentration ermöglicht, erfüllt die Präsenzarbeit das Bedürfnis nach sozialem Austausch, Zugehörigkeit und informellen Kontakten. Unternehmen sollten hybride Arbeitsformen mit regelmäßigen persönlichen Treffen kombinieren und Räume für Begegnung und Teamzusammenhalt schaffen.Vorurteile gegenüber Arbeitsformen abbauen und Vielfalt anerkennen
Viele Beschäftigte empfinden sich im Homeoffice als produktiver, während andere die Büroarbeit bevorzugen. Statt starren Vorgaben sollten Unternehmen Offenheit fördern, Vorurteile abbauen und die Vorteile beider Arbeitsformen kommunizieren – so entsteht eine vertrauensbasierte, ergebnisorientierte Arbeitskultur.- Erfolgreiche hybride Zusammenarbeit braucht klare Regeln und Lernbereitschaft.Klare Homeoffice-Vereinbarungen, definierte Kommunikationswege und regelmäßiger Austausch sind zentrale Erfolgsfaktoren. Organisationen sollten verschiedene Modelle der hybriden Zusammenarbeit erproben, evaluieren und erfolgreiche Best-Practices langfristig etablieren, um Motivation, Zusammenhalt und Leistung nachhaltig zu sichern.






