Wie das Raumklima Ihre Gesundheit beeinflusst

Mira Eckart

Trainee
Team Marketing
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Wir verbringen viel mehr Zeit in geschlossenen Räumen, als uns bewusst ist. Auch wenn Luft nicht sichtbar ist, ist es sehr wichtig zu wissen, welche negativen Folgen ein schlechtes Raumklima mit sich bringt und wie das Wohlbefinden während der Arbeitszeit bewahrt und die Gesundheit geschützt werden kann.

Was bedeutet Raumklima?

Das Raumklima setzt sich, wie auch das Klima im Freien aus der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Luftdynamik und der Luftqualität zusammen. Die Temperatur und auch die Luftfeuchtigkeit lassen sich mithilfe von Messinstrumenten (Thermometer) gut ermitteln und durch Heizkörper oder Belüftungsanlagen regulieren. Die Luftdynamik und die Luftqualität sind allerdings eher schwer einschätzbar. Die Luftdynamik beschreibt die Bewegung der Luft. Wichtig ist, dass die Luft nicht den ganzen Tag im Büro steht, sondern dass ausreichend gelüftet wird. Die Luftqualität wird durch Faktoren wie den Sauerstoff-, Schadstoff- oder Staubanteil bestimmt (Fichtel, 2021).

Innenräume schützen nicht vor schlechter Luft

Dass eine schlechte Luftqualität in Städten, in denen eine hohe Konzentration an Kohlenstoffdioxid vorliegt, schlecht für unsere Gesundheit ist, ist schon lange bekannt. Schätzungen zufolge starben 2019 in der EU 307.000 Personen durch Luftverschmutzungen (EEA, 2021). Der Gedanke, dass man in Innenräumen vor Luftverschmutzungen geschützt ist, ist noch immer weit verbreitet. Aber Schadstoffe, die zu einer schlechten Luftqualität beitragen, gelangen ebenso gut auch in Innenräume (Bundesministerium für Gesundheit, 2021).

Die Folgen eines schlechten Raumklimas sind Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Atemwegserkrankungen. Eine Studie der Harvard University und der Syracuse University hat festgestellt, dass ein höherer CO² Gehalt in der Luft die Fokussierung und Konzentration verringert, was direkte Auswirkungen auf die Produktivität beim Arbeiten hat (ehp, 2012).

Um weiterhin gesund und produktiv zu bleiben, haben wir Ihnen im Folgenden einige Tipps zur Verbesserung Ihres Raumklimas und Ihrer Gesundheit zusammengestellt:

Regelmäßiges Stoß- und Durchlüften: Es wird empfohlen, jede Stunde ca. 5 Minuten zu lüften, damit ein Durchzug entsteht und die Luft im Innenraum ausgetauscht wird.

Optimale Raumtemperatur: Achten Sie darauf, dass die Temperatur an Ihrem Arbeitsplatz zwischen 21 und maximal 26 Grad beträgt.

Zimmerpflanzen integrieren: Zimmerpflanzen sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch ziemlich nützlich. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, produzieren Sauerstoff und können Schadstoffe aus der Luft filtern. So kann die Schadstoffbelastung um bis zu
50 % gesenkt werden (NDR, 2020).

Drucker ausschalten: Durch das Drucken wird Tonerstaub freigesetzt, der wiederum in Ihre Atemwege gelangen kann. Es ist zu empfehlen, nach einem Druckvorgang durchzulüften oder Ihren Arbeitsplatz und den Druckbereich in unterschiedliche Räume zu verlagern.

Spaziergang in der Natur: Nach der Arbeit hilft es, einen kleinen Spaziergang in der Natur zu machen. Waldspaziergänge eignen sich hier am besten, da dort die beste Luftqualität herrscht.

Regelmäßiges Putzen: Über die Zeit sammeln sich in Büroräumen viel Staub und Schadstoffe an, weshalb es sinnvoll ist, diese regelmäßig zu reinigen. Sparen Sie am besten bei chemischen Reinigungsmitteln, damit sich so wenig Chemikalien wie möglich im Raum verteilen oder lüften Sie im Anschluss.

Klimaanlage im Notfall benutzen: Da eine Klimaanlage die Schleimhäute austrocknen und für Verspannungen sorgen kann, sollte die Klimaanlage nur bei sehr heißen Temperaturen und mit Vorsicht benutzt werden.

Quellen:

  • Fichtel, J. (2021). Gutes Raumklima im Büro- Was Du wissen musst!. Arbeits-ABC.
  • Bundesministerium für Gesundheit (2021). Luftqualität in Innenräumen: warum lüften wichtig ist. gesund.bund.de.
  • Sneed, A. (2015). The air in your office is making you bad at your job. fastcompany.
  • European Environment Agency (2021). Cleaner air could have saved at least 178 000 lives across the EU in 2019.
  • NDR (2020). Prima Klima: Zimmerpflanzen steigern Wohlbefinden.
  • Satish, U., Mendell, M. et al. (2012). Is CO2 an indoor pollutant?. Environmental Health Perspective.
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